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Frauenquote in Vorständen : Prekärer Bestandsschutz

Noch mehr Frauenquote hat die Regierung nun beschlossen. Bild: dpa

Die Regierung hat sich auf einen verbindlichen Frauenanteil in Vorständen börsennotierter Konzerne verständigt. Sie sollte wenigstens den Mittelstand verschonen.

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          Plötzlich soll alles schnell gehen. Die Regierung hat sich auf einen verbindlichen Frauenanteil in Vorständen börsennotierter Konzerne verständigt und will rasch einen Gesetzentwurf vorlegen. Nach der Quote für Aufsichtsräte greift die Politik nun direkt in das operative Geschäft und damit tief in die Marktwirtschaft ein.

          Dass im wichtigsten Börsensegment Dax 30 mittlerweile rund jede siebte Stelle mit einer Frau besetzt ist, reicht nach der SPD auch der Union nicht mehr aus. Die Partei der Kanzlerin scheint sich dem Zeitgeist zu fügen.

          Künftig sollen von einer bestimmten Größe an alle Konzernvorstände mindestens ein weibliches Mitglied haben. Ist dies nicht der Fall, müssen frei werdende Posten mit einer Frau besetzt werden. Für Noch-Mandatsträger gilt immerhin ein Bestandsschutz.

          Die Tatsache, dass die Restriktionen derzeit „nur“ rund 30 börsennotierte Unternehmen betreffen, darf den Blick auf die Sorgen gerade des oftmals industriell geprägten Mittelstands mit geringem Frauenanteil nicht verklären. Der fürchtet, die einmal eingeführten Regeln könnten alsbald ausgedehnt werden. Die Union sollte dafür sorgen, dass das Gesetz hier keinen Spielraum bietet.

          Sven Astheimer

          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.

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