https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/frauen-verdienen-im-osten-in-vollzeit-mehr-als-maenner-18358204.html

Bundesagentur für Arbeit : Frauen verdienen im Osten in Vollzeit mehr als Männer

  • Aktualisiert am

Die Statistiker stellen weiterhin Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern fest. Bild: dpa

Zum Tag des Deutschen Einheit veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit neue Daten zur Gehaltsentwicklung in Ost und West. Und nennt Gründe für verschiedene Unterschiede.

          1 Min.

          Mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung gibt es beim Arbeitslohn weiter große Unterschiede zwischen Ost und West – auch bezogen auf die Geschlechter: Frauen mit Vollzeitjobs verdienen statistisch gesehen im Osten mehr als Männer und im Westen ist es genau umgekehrt, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Wochenende mitteilte.

          Die Behörde veröffentlichte anlässlich des bevorstehenden Tags der Deutschen Einheit Daten zu den sogenannten Median-Entgelten: Die Hälfte der Beschäftigten verdient mehr als diesen Wert, die andere Hälfte liegt darunter. „Insgesamt liegen die Median-Entgelte in Ostdeutschland nach wie vor deutlich unter denen im Westen“, erklärte die BA. „Die grundsätzliche Tendenz geht dahin, dass die Unterschiede – wenn auch nur langsam – geringer werden.“

          Männerdominierte Industrie

          Den letzten verfügbaren Zahlen zufolge liegt demnach das Median-Entgelt für sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigte in Ostdeutschland bei 3007 Euro. Dabei verdienen Frauen mit 3060 Euro im Mittel 82 Euro mehr als Männer (2978 Euro). „Der höhere Median der vollzeitbeschäftigten Frauen wird aber durch die deutschlandweit hohe Teilzeitquote der Frauen eingeschränkt“, betonte die BA. Beinahe die Hälfte der ostdeutschen Frauen sei in Teilzeit tätig.

          Im Westen liegen hingegen beim Median-Entgelt die vollzeitbeschäftigten Männer vorn, und zwar sehr deutlich: Sie verdienen im Mittel 3787 Euro, 461 Euro mehr als die Frauen.

          „Die unterschiedlichen Median-Entgelte von Männern und Frauen in den beiden großen Landesteilen gehen auf die jeweiligen Branchenstrukturen zurück“, erläuterte die BA. In den alten Bundesländern gebe es viel mehr große Unternehmen „in den von Männern dominierten Branchen mit entsprechenden Tarifstrukturen“. Als Beispiel nannte die Behörde das verarbeitende Gewerbe.

          Demgegenüber sei in Ostdeutschland der Frauenanteil in Branchen mit Tariflöhnen relativ hoch. Hier seien etwa die öffentliche Verwaltung und das Gesundheitswesen zu nennen.

          Weitere Themen

          Gegen die Tanzwut

          Frankfurter Zeitung 26.11.1922 : Gegen die Tanzwut

          Die Regierung will gegen den Alkoholmissbrauch vorgehen. Die in wirtschaftlicher Not befindlichen Gastwirte wehren sich gegen den Vorwurf der Leichtfertigkeit und klagen geheime Kneipen an. Aus der Frankfurter Zeitung vom 26. November 1922.

          Topmeldungen

          Elon Musk will Twitter zum Paradies der Meinungsfreiheit machen. Steigt damit auch der Hass?

          Wissenschaftler auf Twitter : Flucht vor Elon Musk

          Immer mehr Wissenschaftler überlegen, das Netzwerk wegen der Wild-West-Methoden von Elon Musk zu verlassen. Der Schritt wirft Fragen auf. Die Alternative ebenso.
          Putin mit den Müttern von Kämpfern

          Putin trifft Mütter : Lieber Heldentod als Verkehrsunfall

          Um auf Kritik zu reagieren, arrangiert der Kreml ein Treffen mit ausgewählten Müttern von Kämpfern. Ihnen erzählt der Präsident, wie gut es sei, für die Heimat zu sterben statt durch Alkohol oder einen Unfall.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.