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Proteste in Frankreich : „... denn es ist eine gute Reform“

  • Aktualisiert am

Die Proteste gegen die Arbeitsmarktreform in Frankreich sind teilweise in Gewalt umgeschlagen. Bild: dpa

In Frankreich demonstrieren Gewerkschafter teils gewaltsam gegen einen Arbeitsmarktreform der Regierung. Der angeschlagene Präsident Hollande verteidigt sein Vorhaben - aus Japan.

          Angesichts der teilweise gewaltsamen Proteste gegen die Arbeitsmarktreform in Frankreich hat Präsident Francois Hollande die Demonstranten davor gewarnt, die Wirtschaft abzuwürgen. Am Rande des G7-Gipfels in Japan sagte das Staatsoberhaupt, die Konjunktur in Frankreich nehme wieder Fahrt auf. Die Erholung dürfe jetzt nicht von den Gegnern der Arbeitsmarktreform ausgebremst werden. „Ich werde mich nicht davon abbringen lassen, denn es ist eine gute Reform“, so der Präsident.

          An diesem Freitag räumte die Polizei Barrikaden vor einem Treibstofflager nahe der Donges-Raffinerie im Westen des Landes. Der Ölkonzern Total teilte mit, vier seiner fünf Raffinerien im Land seien wegen der Streiks komplett geschlossen worden.

          1300 Demonstranten festgenommen

          Nach Angaben von Hafenbehörden warten 38 Öltanker nahe Fos-Lavera in Südfrankreich darauf, abgefertigt zu werden. Am nördlichen Hafen Le Havre warten 16 Tanker darauf, ihre Ladung zu löschen.

          Das Programm der Regierung sieht eine Lockerung des Kündigungsschutzes vor und gibt Unternehmen mehr Möglichkeiten, Arbeitnehmerrechte einzuschränken. Damit soll die hohe Arbeitslosigkeit abgebaut werden.

          Hollandes Appell richtet sich vor allem an die Gewerkschaft CGT, die die Proteste gegen die Reform anführt und anstachelt. Ihre Aktionen richten sich gegen die Energie- und Treibstoffversorgung sowie die staatliche Eisenbahn.

          Dabei kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. Am Donnerstag wurden Polizeiwachen angegriffen und die Fenster von Banken eingeworfen. Hunderte Personen wurden während der Auseinandersetzungen verletzt und mehr als 1300 Demonstranten festgenommen.

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