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Frankreichs Autoplan : Déjà-vu

Mit einem staatlichen Autoplan reagiert die französische Regierung auch auf die Krise der französischen Autohersteller. Dabei werden ökologische mit industriepolitischen Zielen vermischt.

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          Mehr als ein Hauch von „déjà-vu“ hängt über dem jüngsten französischen Autoplan. Er verstärkt die 2008 eingeführten Anreize für den Kauf umweltfreundlicher Autos. Seither ist der Kohlendioxid-Ausstoß je Wagen in Frankreich zwar gesunken; insgesamt aber stiegen die Emissionen, denn die Franzosen vergrößerten ihren Fahrzeugpark. In Ländern wie Großbritannien sank der Kohlendioxid-Ausstoß übrigens auch - ohne Subventionen.

          Zudem klagen die Umweltschützer, dass die französische Regierung nur das Kohlendioxid aufs Korn nehme; Diesel-Fahrzeuge werden weiterhin fröhlich gefördert. Die Sozialisten vermischen obendrein ökologische mit industriepolitischen Zielen. Die Öko-Autos sollen die chronische Unterauslastung der französischen Fabriken beenden. Das ist ein Wunschtraum.

          Schon die Abwrackprämie der Vorgänger führte zu Fehlanreizen, aufgrund derer die französische Autoindustrie heute auf ihren Kleinwagen sitzenbleibt. All das demonstriert die Grenzen der staatlichen Steuerung.

          Die Hersteller benötigten eine Kostensenkung statt einer künstlich aufgeblasenen Nachfrage. Doch die Sozialisten sind auf diesem Ohr immer noch taub.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.

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