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Libra : Frankreich will Facebook-Währung in Europa blockieren

  • Aktualisiert am

Bruno Le Maire Bild: Reuters

Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire gibt der von Facebook geplanten Digitalwährung Libra derzeit keine Chancen auf Genehmigung in Europa. Es gebe eine Reihe von Problemen.

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          Frankreich will die geplante Facebook-Währung Libra in Europa blockieren. Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire sagte am Donnerstag bei einer Konferenz zu Kryptowährungen in Paris, Libra gefährde die Währungshoheit der Staaten. „Unter diesen Umständen können wir die Entwicklung von Libra auf europäischem Boden nicht erlauben.“

          Durch ein Zahlungsmittel in den Händen eines Privatunternehmens drohten „systemische“ Risiken, warnte Le Maire bei der Veranstaltung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Bei Problemen mit der neuen Währung könnten „erhebliche Störungen im Finanzsystem“ eintreten.

          Auch bei einem Finanzministertreffen der sieben großen westlichen Industriestaaten (G7) bei Paris hatte es im Juli starken Widerstand gegen Libra gegeben. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) machte „schwere Bedenken“ gegen die geplante Währung geltend.

          Facebook will Libra im kommenden Jahr als virtuelle Währung einführen. Der amerikanische Konzern verspricht den Nutzern seiner Plattformen, das Einkaufen und Geldüberweisen im Internet werde dadurch so einfach wie das Versenden einer Textnachricht.

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