Frankreich :
Warnungen vor deutscher Hegemonie

Lesezeit: 3 Min.
Stimmungen in Frankreich: Die Bürger sorgen sich um die Schulden, die Politiker um den deutschen Einfluss.
Unter französischen Politikern wächst die Furcht vor deutscher Hegemonie. Die Bürger beklagen aber vor allem die hohen Schulden des Landes.

„Aus Respekt vor der Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank sollte man sich künftig aller Forderungen positiver oder negativer Natur an die Adresse der EZB enthalten.“ Dies sagte der französische Präsident Nicolas Sarkozy am Donnerstag beim Gipfeltreffen mit Angela Merkel und Mario Monti in Straßburg. Was nach deutsch-französischem Konsens zur Rolle der EZB in der Euro-Krise klang, ist freilich keiner: „Wir sind überzeugt, dass die EZB keine andere Wahl hat als zu intervenieren“, ließ sich am Freitag ein Berater von Sarkozy im regierungsnahen „Figaro“ zitieren. Die französische Führung will weiterhin eine unbegrenzte Intervention der EZB - oder zumindest deren Ankündigung -, und Deutschland ist dagegen.

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.