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Konjunktur : Frankreich senkt Wachstumsprognose

  • Aktualisiert am

Haben keine guten Neuigkeiten: Frankreichs Präsident Hollande (rechts) und sein Finanzminister Michel Sapin in Paris. Bild: Reuters

Schlechte Nachrichten aus Frankreich. Das Land hat seine Wachstumsprognose nach unten korrigiert. Und auch der Versuch, das Haushaltsdefizit wieder unter die Drei-Prozent-Grenze zu bringen, wird vorerst nicht gelingen – wenn es auch etwas schneller gehen soll als vorher geplant.

          Frankreich hat die Prognosen für sein Wirtschaftswachstum in den kommenden beiden Jahren nach unten korrigiert. Wie das Finanzministerium in Paris am Mittwochabend mitteilte, geht es nun für 2016 und 2017 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von jeweils 1,5 Prozent aus. Zuvor war für kommendes Jahr ein Wachstum von 1,7 Prozent und für 2017 eine Wachstumsrate von 1,9 Prozent anvisiert worden. Die Wachstumsprognose für das laufende Jahr in Höhe von einem Prozent behielt Finanzminister Michel Sapin bei.

          Frankreich arbeitet derzeit daran, sein Haushaltsdefizit nach Jahren wieder unter die in der Eurozone vorgeschriebene Drei-Prozent-Grenze zu bringen. Für dieses Jahr wird ein Defizit in Höhe von 3,8 Prozent des BIP erwartet, kommendes Jahr sollen es 3,3 Prozent sein. Erst 2017 soll mit 2,7 Prozent die Vorgabe aus Brüssel wieder eingehalten werden. Der Defizitabbau war vorher allerdings etwas weniger zügig geplant.

          Ende Februar hatte die EU-Kommission der sozialistischen Regierung in Paris diesen zweijährigen Aufschub gewährt. EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Pierre Moscovici forderte aber, dass Frankreich bis April einen Reformplan vorlegt. Die EU-Kommission will diesen dann im Mai prüfen.

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