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Konjunktur : Frankreich fordert von Deutschland mehr Investitionen

  • Aktualisiert am

Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire Bild: AFP

Frankreichs Finanzminister warnt vor wirtschaftlichen Problemen in der Eurozone. Er sieht nun Deutschland in der Verantwortung. Die Bundesrepublik müsse „investieren und zwar jetzt“.

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          Der französische Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire hat Deutschland zu größeren Investitionen aufgerufen, um das Wirtschaftswachstum in der Eurozone anzukurbeln. „Deutschland muss investieren und zwar jetzt, je früher desto besser“, sagte Le Maire am Donnerstagabend bei der Vorstellung des französischen Haushalts für das kommende Jahr.

          Die Wirtschaft in der Eurozone sei am schwächeln, warnte der Minister. „Wir dürfen nicht warten, bis die wirtschaftliche Situation sich verschlimmert, um die notwendigen Entscheidungen zu treffen.“

          Handeln müssten diejenigen Staaten, die Haushaltsspielräume für mehr Investitionen hätten, sagte Le Maire unter anderem mit Blick auf Deutschland. Frankreich habe diese Spielräume nicht, fügte der Minister hinzu und verwies auf die hohe Staatsverschuldung seines Landes. Diese liegt bei mehr als 98 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die französische Staatsverschuldung müsse „stabilisiert“ und „gesenkt“ werden, sagte Le Maire.

          Aus Frankreich sind in den vergangenen Jahren immer wieder Appelle an Deutschland gekommen, mehr öffentliche Investitionen zu tätigen, um die europäische Wirtschaft zu beleben. Im Gegenzug haben deutsche Politiker Frankreich immer wieder aufgefordert, sein Haushaltsdefizit in den Griff zu bekommen.

          Der am Donnerstag vorgestellte französische Haushalt für 2020 sieht Steuererleichterungen von mehr als neun Milliarden Euro für Haushalte vor. Damit reagiert die französische Regierung unter anderem auf die Proteste der Gelbwesten-Bewegung. Die Neuverschuldung soll auf 2,2 Prozent sinken, nach erwarteten 3,1 Prozent in diesem Jahr.

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