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Frankreich : Chef von France Telecom neuer Finanzminister Frankreichs

  • Aktualisiert am

Wechselt von France Telecom ins Finanzministerium: Thierry Breton Bild: Reuters

Das französische Präsidialamt hat am Freitag innerhalb weniger Stunden die Nachfolge des zurückgetretenen Finanzministers Hervé Gaymard geregelt: Für den Posten wurde der Chef von France Telecom, Thierry Breton, nominiert.

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          Frankreichs Präsident Jacques Chirac hat den Chef des Telekom-Konzerns France Telecom, Thierry Breton, zum Nachfolger des zurückgetretenen Finanzministers Herve Gaymard ernannt.

          Die Ernennung sei auf Vorschlag von Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin erfolgt, teilte das Präsidialamt am Freitag abend in Paris mit. Gaymard hatte zuvor die Konsequenzen aus einem Dienstwohnungsskandal gezogen und seien Posten nur drei Monate nach seinem Amtsantritt zur Verfügung gestellt. Trotz klammer öffentlicher Kassen hatte er mit seiner Frau und seinen acht Kindern auf Staatskosten eine 600 Quadratmeter große Luxus-Wohnung im Herzen der Hauptstadt Paris bezogen. Der 50-jährige Breton ist der vierte Finanzminister in Frankreich innerhalb eines Jahres.

          Langjähriger Vertrauter von Premierminister Raffarin und Staatschef Jacques Chirac

          Der ehemalige Mathematik-Lehrer und Spezialist für Unternehmens-Sanierungen Breton hat seit 2002 erfolgreich den einstigen Staatsmonopolisten France Telecom geführt und den Konzern vor einer Überschuldung bewahrt. Sein Gehalt als Finanzminister wird sich jedoch nicht mit seinen jährlichen Bezügen von 1,3 Millionen Euro als Chef des Telekom-Konzerns messen lassen können. Dabei ist auch ungewiß, ob sein persönlicher Reichtum der Regierung dabei helfen wird, das durch die Luxuswohnungs-Affäre Gaymards verlorene gegangene Vertrauen der Bevölkerung wieder zu gewinnen.

          Der 44-jährige Gaymard räumte Fehleinschätzungen und Fehltritte im Zusammenhang mit dem Skandal ein. „Ich habe der Sache unverzüglich ein Ende bereitet: Ich werde, wie ich schon immer betont habe, die finanziellen Folgen tragen", erklärte er. Zuvor hatte er bereits angekündigt, aus der Dienstwohnung ausziehen zu wollen, für die der Staat monatlich 14.000 Euro Miete überweisen mußte.

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