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Frankfurter Flughafen : Trotz Streiks: Die meisten Flüge finden statt

  • Aktualisiert am

Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport sollen an diesem Montag 1138 von 1286 Verbindungen statt finden. Bild: dpa

Der Flughafenbetreiber Fraport kann den Streik seiner Vorfeldmitarbeiter immer besser ausgleichen. Obwohl die 200 Vorfeldlotsen und Flugzeugeinweiser abermals ihre Arbeit niedergelegt haben, soll an diesem Montag nur jeder sechste Flug gestrichen werden.

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          Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt hat der neue Streik der Vorfeld-Mitarbeiter wieder für Einschränkungen gesorgt, allerdings halten sich die Auswirkungen in Grenzen. An diesem Montag sollen fünf von sechs Flügen stattfinden. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport wurden bislang 148 von 1286 Verbindungen gestrichen, insgesamt erwartet Fraport rund 200 Flugausfälle. „Ansonsten erwarten wir einen geregelten Flugablauf“, sagte ein Sprecher am Montagmorgen. Langstreckenflüge seien nicht abgesagt worden, sondern ausschließlich Flüge innerhalb Deutschlands sowie zu europäischen Zielen.

          Arbeitskampf bis Donnerstag 5 Uhr

          Nach dem Scheitern der Tarifgespräche für die etwa 200 Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweiser und Verkehrsdisponenten hatte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) abermals zum Streik aufgerufen. Die Vorfeld-Mitarbeiter hatten daher am Sonntagabend erneut ihre Arbeit niedergelegt. Ihr Arbeitskampf soll nun bis Donnerstag 5 Uhr dauern.

          Die GdF fordert erhebliche Einkommenserhöhungen, höhere Zulagen und geringere Arbeitszeiten. Fraport hatte den erneuten Streikaufruf als „völlig überzogen und nicht nachvollziehbar“ bezeichnet. Der Bundesvorstand der GdF will sich am Montag zu einer Sondersitzung treffen. Dabei soll auch beraten werden, ob man möglicherweise härter vorgehen sollte.

          Die Mitarbeiter auf dem Vorfeld des Flughafens hatten im Februar bereits an fünf Tagen die Arbeit niedergelegt, mehr als 1200 Starts und Landungen fielen aus. Am Donnerstag waren Fraport und die GdF dann an den Verhandlungstisch zurückgekehrt, allerdings platzten die Verhandlungen bereits am Freitagabend.

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