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Frankfurter Flughafen : Ab 22 Uhr wieder Normalbetrieb

  • Aktualisiert am

190 Mitarbeiter der Verkehrszentrale, der Vorfeldkontrolle und der Vorfeldaufsicht kämpfen für mehr Gehalt Bild: dpa

Die Gewerkschaft der Flugsicherung nimmt das Gesprächsangebot des Frankfurter Flughafens an. Der Streik der Vorfeldarbeiter werde mit Beginn der Nachtschicht ausgesetzt, sagte ein Sprecher.

          Nach fünf Tagen Streik am Frankfurter Flughafen kehren die Gegner im Tarifkonflikt an den Verhandlungstisch zurück. Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF), die die rund 200 Flugzeugeinweiser vertritt, nehme das Gesprächsangebot des Flughafen-Betreibers Fraport an, sagte ein Sprecher der GdF am Mittwoch. Der Streik der Vorfeldbeschäftigten, der seit Tagen auf dem größten deutschen Flughafen zu Flugausfällen und Verspätungen führt, werde mit Beginn der Nachtschicht deshalb abgebrochen. Ab 22 Uhr will Fraport den Normalbetrieb wieder aufnehmen. Dennoch könne es auch am Donnerstag noch zu Einschränkungen im Flugverkehr kommen.

          „Die Verhandlungen mit Fraport sollen sehr zügig beginnen, am besten schon morgen“, sagte der Gewerkschaftssprecher. Ursprünglich sollte der Streik noch bis Freitag, 23 Uhr dauern. Zuvor hatte Fraport die Gdf schriftlich aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Einzige Vorbedingung dafür war, dass die Arbeitnehmervertreter den Streik aussetzen. Bislang hatte die GdF stets unterstrichen, nur auf Basis des bereits ergangenen Schlichterspruchs mit dem Flughafen verhandeln zu wollen. Fraport hatte den Schlichtervorschlag abgelehnt.165 Flüge sollen am Mittwoch ausfallen.

          Von den insgesamt 1260 geplanten Flügen wurden am Mittwoch 165 Inland- und innereuropäische Flüge annulliert. Fraport setzt Aushilfskräfte ein und lässt damit den noch bis zum Wochenende geplanten Ausstand der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) weitgehend ins Leere laufen.


          Bei der Lufthansa hat der Streik der Flugvorfeldarbeiter bereits zu erheblichen Umsatzausfällen geführt. „Bei den Erlösen haben wir bereits einen hohen zweistelligen Millionenbetrag eingebüßt“, sagte Lufthansa-Personalvorstand Stefan Lauer. Seit Streikbeginn am vergangenen Donnerstag bis einschließlich Dienstag sei es zu knapp 700 Flugausfällen gekommen, 55.000 Passagiere hätten nicht befördert werden können. Nach eigenen
          Angaben hat der Streik den Flughafenbetreiber Fraport bisher etwa sieben Millionen Euro Umsatz gekostet.
           


          Der Streik der rund 200 Beschäftigten auf dem Vorfeld sollte ursprünglich noch bis zum Freitagabend dauern. Nach Angaben von Fraport verlangt die GdF für die Lotsen und Kontrolleure vom Vorfeld Gehaltssteigerungen von bis zu 70 Prozent. Die Gewerkschaft weist das zurück.

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