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Fotomarkt : Digitalkameras treiben die Branche an

  • -Aktualisiert am

Die digitale Fotografie bringt Schwung in die Fotoindustrie Bild: photokina

Trotz Umsatzeinbußen von fünf bis acht Prozent im ersten Halbjahr treibt der digitale Boom den Fotomarkt weiter an.

          2 Min.

          Trotz Umsatzeinbußen von fünf bis acht Prozent im ersten Halbjahr treibt der digitale Boom den Fotomarkt weiter an. In diesem Jahr werden mit 2,4 Millionen Digitalkameras etwa doppelt so viele verkauft wie 2001. Aufgrund von zahlreichen Neuheiten bei der digitalen Fotografie und der Bildverarbeitung rechnet die Branche mit einem kräftigen Aufschwung.

          Im Vorjahr lagen die Verbraucherausgaben für Amateurfotoprodukte nach Berechnungen des Photoindustrie-Verbands bei insgesamt 4,14 Milliarden Euro. Zubehör wie Drucker, Scanner und Farbpatronen dazugenommen, werden die Ausgaben gegenüber 2001 um sieben Prozent auf 8,25 Milliarden Euro steigen.

          Wachstumsmarkt PC-Zubehör

          Neue Rekorde verzeichnet die Branche beim Kameraabsatz. Mit 5,4 Millionen Kameras werden in diesem Jahr so viele verkauft wie seit zehn Jahren nicht mehr. Doch im Zuge des anhaltenden Booms bei Digitalkameras steigen auch die Ausgaben für Zubehör für das PC-Zubehör. Die mit Abstand größten Zuwachsraten erreichten die Speicherkarten, die im ersten Halbjahr um 200 Prozent zulegten. nach 800.000 verkauften Speicherkarten im vergangenen Jahr zeichnet sich 2002 ein Absatz von 2,4 Millionen ab.

          Immer beliebter werden auch die Wegwerfkameras in Deutschland. Drei Millionen Stück wurden im vergangenen Jahr davon verkauft. Weiter verbreitet sind die so genannten „Single Use Cameras“ allerdings in Frankreich und Großbritannien mit jeweils 21 Millionen und 13 Millionen abgesetzten Geräten. Rückläufig ist dagegen das APS-Geschäft (Advanced Photo System). Die Geräte mit den drei Bildformaten hatten bis 1999 hohe Zuwachsraten. Seitdem ging der Absatz allerdings stark zurück. Im vergangenen Jahr waren 620.000 von 3,5 Millionen verkauften Analogkameras APS-Geräte.

          Verknüpfungen von analog und digital

          Analoge und digitale Technik wachsen inzwischen immer schneller zusammen. „Nie zuvor in der Geschichte der Fotografie hatten Fotografen mehr Möglichkeiten, Bilder zu machen und zu verwenden“, sagte Dieter Werkhausen, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbands. Denn in jeder Nutzungsphase eines Fotos besteht heute die Möglichkeit, von der einen in die anderen Welt zu wechseln. So wird aus dem Dia eine Datei, aus der Datei ein Papierbild, oder das Papierbild lässt sich digitalisier zur Illustration eines Textdokuments nutzen.

          Zwar gehen die Verkäufe von Filmen voraussichtlich gegenüber 2001 um drei Prozent zurück, der klassische Papierabzug legt aber leicht zu. 180 Millionen Filme werden in diesem Jahr entwickelt und 5,3 Milliarden Farbbilder abgezogen. Die Zukunft gehört nach Einschätzung des Photoindustrie-Verbands allerdings den digitalen Foto-Alben im Internet. Die abgespeicherten Bilder könne jederzeit abrufen und an jedem Ort der Welt entwickeln lassen.

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