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Forschung im Notbetrieb : Shutdown in der Antarktis

  • Aktualisiert am

Eisberg in der Antarktis Bild: AFP

Der Etatstreit in Amerika macht sich jetzt auch tausende Kilometer entfernt bemerkbar. Einige Wissenschaftler in der Antarktis sind im Zwangsurlaub, drei Forschungsstationen stellen den Betrieb ein.

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          Wegen des Haushaltsnotstands in den Vereinigten Staaten werden jetzt auch Forscher in der Antarktis in den Zwangsurlaub geschickt. Wie die Nationale Wissenschaftsstiftung NSF am Mittwoch mitteilte, soll der Betrieb der drei amerikanischen Forschungsstationen massiv zurückgefahren werden, weil es ab kommender Woche kein Geld mehr gibt.

          Alle Forschungsprojekte, etwa zum Klimawandel oder zum Leben der Pinguine, würden vorerst „eingestellt“, erklärte die NSF. Die meisten Wissenschaftler werden nach Neuseeland ausgeflogen, lediglich eine Notbesetzung soll Sicherheit und Erhalt der Stationen sichern. Auch wenn bald wieder Geld fließen sollte, liegen einige Forschungsvorhaben laut NSF möglicherweise sogar längerfristig auf Eis: Sie sind nur im antarktischen Sommer möglich.

          Die Vereinigten Staaten sind seit einer Woche ohne Etat, die Parteien können sich nicht auf einen Übergangshaushalt einigen. Die Konservativen wollen nur dann einem neuen Haushalt zustimmen, wenn Obama im Gegenzug seine Gesundheitsreform vorerst stoppt. Hunderttausende Beamte wurden in den Zwangsurlaub geschickt. Weite Teile der staatlichen Verwaltung stehen still. Touristen stehen vor verschlossenen Türen in den Nationalparks.

          Das letzte Gespräch zwischen Präsident Barack Obama mit seinem republikanischen Gegenspieler John Boehner hat keine Annäherung gebracht.

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