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Deutscher Spitzenökonom : „Bestimmte Staatseingriffe sind effizient“

Simon Jäger, Chef des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) Bild: Lucas Bäuml

Der Mindestlohn steigt nun auf 12 Euro. Simon Jäger, der neue Chef des Instituts zur Zukunft der Arbeit, erklärt, warum er das für richtig hält – und der Arbeitskräftemangel gar kein so großes Problem ist.

          7 Min.

          Herr Jäger, zum 1. Oktober steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 12 Euro je Stunde. Welche Folgen für den Arbeitsmarkt erwarten Sie?

          Dietrich Creutzburg
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.
          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung.

          Die Ausgangslage ist trotz Energiekrise in mehrfacher Hinsicht günstig: Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist mit 45 Millionen so hoch wie nie, gleichzeitig ist die Nachfrage nach Arbeitskräften sehr hoch. Auf der anderen Seite erfahren die Beschäftigten infolge der Inflation derzeit massive Reallohnverluste – über alle Beschäftigtengruppen hinweg mehr als 4 Prozent im Vorjahresvergleich, das hat es seit über 50 Jahren nicht gegeben.

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