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Sanktionen gegen Russland : Langer Atem gegen Putin

Ein Mann liest die Zeitung im Zentrum von Moskau. Bild: EPA

Es wird noch dauern, bis die Folgen der Sanktionen bei den Menschen in Russland ankommen. Doch die Anzeichen des Niedergangs sind längst da: Die Industrieproduktion bricht ein, die Zahl der Privatinsolvenzen steigt rasant.

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          Wenn es in Russland Frühling wird, füllen sich die Parks und Cafés mit fröhlichen Menschen. So auch in diesem Jahr: Vom Krieg sei kaum etwas zu spüren, berichten Moskauer. Läden und Restaurants sind voll, der Rubel ist so stark wie vor Beginn der Pandemie. Wirken die Sanktionen also gar nicht?

          Manche Maßnahme wurde wohl tatsächlich überschätzt. Vom Swift-Ausschluss russischer Banken wurde hochtrabend als „nuklearer Maßnahme“ gesprochen. Nun sind die größten Institute betroffen, aber kollabiert ist das russische Finanzsystem nicht. Die internationalen Geschäfte waren auch vor dem Krieg begrenzt, und zur Not existieren andere Kanäle für Transaktionen. Zudem gibt es Ausnahmen: Die Gazprombank etwa, die Europa braucht, um Gasgeschäfte zu bezahlen, bleibt außen vor.

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