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Folgen der Pandemie : Bedrohte Briten

  • -Aktualisiert am

Britannien in der Corona-Krise: Auch die britische Wirtschaft leidet. Bild: dpa

Einen solchen Einbruch der Wirtschaftsleistung hat es auf der Insel seit Menschengedenken nicht mehr gegeben. Im Spätsommer wird wohl die große Entlassungswelle rollen.

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          Minus 20 Prozent in einem Monat – einen so erdrutschartigen Einbruch der Wirtschaftsleistung hat es in Großbritannien seit Menschengedenken nicht gegeben. Die April-Zahlen zeigen, mit welcher brutalen Wucht das Coronavirus und die Quarantäne-Maßnahmen die Wirtschaft lahmgelegt haben.

          Der Anstieg der Arbeitslosigkeit wird derzeit noch durch das Milliardenprogramm für „beurlaubte“ Mitarbeiter verzögert. Doch im Spätsommer und Herbst wird wohl die große Entlassungswelle rollen. Dann werden wohl rund drei Millionen Menschen auf der Insel arbeitslos sein – so viele wie seit dreißig Jahren nicht.

          Der britische Arbeitsmarkt ist flexibel. Die Hoffnung besteht, dass dies auch rasche Wiedereinstellungen begünstigt. Über dem Szenario einer flotten Erholung schwebt aber das Risiko einer auslaufenden Brexit-Übergangsfrist Ende 2020 ohne anschließendes Freihandelsabkommen.

          Die Londoner Regierung und die EU müssen alles versuchen, um das zu verhindern. Auch für die kontinentaleuropäische Wirtschaft wären neue Handelsbarrieren eine zusätzliche Belastung und würden die Erholung vom Corona-Schock noch schwieriger machen.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

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