https://www.faz.net/-gqe-7hubi
 

Folgen der Geldpolitik : Leben ohne Zins

  • -Aktualisiert am

Die Sparer leiden unter den niedrigen Zinsen. Aber nicht nur sie. Vor allem künftige Rentner werden erleben, was ein Leben ohne Zins bedeutet: Deutlich weniger Einkünfte im Alter.

          Des Schuldners Segen ist des Gläubigers Fluch. Politiker, Banker und auch manche Ökonomen preisen gern die repressive Geldpolitik der westlichen Notenbanken, weil doch dadurch die Konjunktur in Schwung komme und der Schuldendienst leichter werde. Das Schicksal der Sparer kümmert sie nicht. Die bestraft die Nullzinspolitik, weil selbst moderate Inflation das Vermögen aufzehrt, während der Staat noch Steuern auf den Nominalzins erhebt.

          Viel schlimmer aber ist der ausbleibende Zinseszins, da es keinen Zins mehr auf den angesparten Magerzins gibt. Wenn Geld keinen Preis mehr hat, dann wird im großen Stil umverteilt – vom Sparer zum Schuldner. Wenn Geld nicht mehr knapp gehalten wird, Geldanlagen also keinen Ertrag mehr bringen, dann wird aber auch der volkswirtschaftliche Kapitalstock über die Zeit entwertet.

          Obendrein verführen Notenbanken die Staaten so zum Leben auf Pump und sorgen damit selbst für die Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft, die sie vorgeben, mit Geldpolitik bekämpfen zu wollen. Was Leben ohne Zins auf lange Sicht heißt, werden künftige Rentner im Alter spüren, weil dann jedes verlorene Jahr voll auf die Alterseinkünfte durchschlägt.

          Topmeldungen

          Der russische Präsident Wladimir Putin und Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, geben sich während einer gemeinsamen Pressekonferenz in Moskau die Hand.

          Nach Ibiza-Video : Orbán und Putin wenden sich von Strache ab

          In seinem Ibiza-Video hat Heinz-Christian Strache den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán als sein Vorbild bezeichnet. Doch der hat sich nun von Österreichs ehemaligem Vizekanzler distanziert. Auch Putin wendet sich von Strache ab.
          Klimastreik in Turin.

          Klimanotstand : Höllisch, wie das jetzt knallt

          Klimawandel war gestern, heute ist Notstand. Den haben wir zwar nicht den Jungen zu verdanken, aber die schlachten ihn jetzt schwungvoll aus und drängen die Politik in die Ecke. Eine Glosse.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.