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Flugzeugbau bei Airbus & Co. : Ultimatum für A380

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Eine Boeing 777 der Fluglinie Emirates ist zusammen mit einem Airbus A330-300 zu sehen. Bild: AFP

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat vergangenes Jahr mehr Neuaufträge verbucht als sein amerikanischer Rivale. Doch ohne Bestellungen der Fluglinie Emirates steht sein A380 nach eigenen Angaben vor dem Aus.

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          Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hat seinen größeren Rivalen Boeing bei den Flugzeugbestellungen 2017 ein weiteres Mal abgehängt. Nach Abzug von Stornierungen verbuchte Airbus Aufträge über 1109 Verkehrsflugzeuge und damit 197 mehr als die Amerikaner.

          Bei den Bestellungen des weltgrößten Passagierjets A380 herrscht allerdings Flaute. Die A380 ist seit Jahren das Sorgenkind von Airbus. Der Flugzeugbauer fährt deshalb bereits die Produktion zurück und hofft, so die Durststrecke zu überstehen, bis das Interesse an dem Großraumflieger wieder anzieht. Großkundin Emirates hat mit 142 Jets fast die Hälfte aller jemals georderten A380 bestellt. Auf der Luftfahrtmesse in Dubai war im November eigentlich ein neuer Großauftrag für A380-Jets erwartet worden, dies hatte die Fluglinie aber dann platzen lassen.

          Ohne eine neue Bestellung der Golf-Fluglinie Emirates steht die A380 nach Angaben von Airbus-Verkaufschef John Leahy vor dem Aus. „Ganz ehrlich: Wenn wir keinen Deal mit Emirates aushandeln können, gibt es, glaube ich, keine andere Wahl, als das Programm zu beenden“, sagte Leahy an diesem Montag in einer Telefonkonferenz. Emirates sei derzeit wahrscheinlich die einzige Airline im Markt, die für einen Zeitraum von acht bis zehn Jahren mindestens sechs Flugzeuge jährlich abnehmen könne. „Aber ich bin zuversichtlich, dass wir einen Deal mit Emirates aushandeln, und andere (Fluglinien) können dann noch Flugzeuge hinzufügen.“

          Im Wettstreit mit Boeing gelang Airbus mit 718 ausgelieferten Passagier- und Frachtjets im vorigen Jahr zwar eine neue eigene Bestmarke. Dennoch mussten sich die Europäer den Amerikanern hier geschlagen geben: Mit 763 Auslieferungen blieb Boeing wie erwartet der weltgrößte Flugzeugbauer. Im Herbst hatte die Airbus-Führung allerdings noch bezweifelt, die Marke von gut 700 ausgelieferten Jets überhaupt zu schaffen. Denn der europäische Flugzeughersteller hatte bis zuletzt mit Problemen seiner Zulieferer zu kämpfen. Das galt vor allem für den amerikanischen Triebwerksbauer Pratt & Whitney, der für Antriebe des modernisierten Mittelstreckenjets A320neo verantwortlich zeichnet. Die Lösung der Triebwerksprobleme verzögerte auch die Auslieferung der Flugzeuge.

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