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Carsten Knop

Flugverkehr : Turkish Lufthansa

  • -Aktualisiert am

Die Lufthansa geht durch schwere Zeiten und muss sparen. Das ist aller Ehren wert, aber nicht alles ist gut gemacht.

          1 Min.

          Der Vorstand hofft auf das Durchhaltevermögen der 117000 Mitarbeiter. Denn das Geld für neue Flugzeuge und teures Flugbenzin wird unter dem Druck der Wettbewerber vom Persischen Golf weniger verdient als zusammengespart. Das ist aller Ehren wert, aber: Die Einsparungen treffen auch die Passagiere und eröffnen Mitarbeitern und Aktionären langfristig nicht unbedingt eine Perspektive.

          Das Befinden der Passagiere könnte die Airline zumindest teilweise verbessern, wenn sie künftig zunächst ihre Prozesse umstellte und erst dann entsprechende Produkte anböte. Zum Beispiel wäre es gut, wenn man das Buchungssystem von Germanwings erst optimiert hätte, bevor Lufthansa-Passagiere, die besseres gewohnt sind, damit belästigt werden. Auch könnte man neue Sitze zunächst in größerer Zahl in mehr Flugzeuge einbauen, bevor man sie bewirbt, und damit Kunden enttäuscht, die noch die alte Bestuhlung vorfinden.

          Und was die Perspektive angeht: Wie wäre es mit ernsthaften Fusionsverhandlungen mit Turkish Airlines? Das wäre mal eine Antwort auf die Herausforderung von Emirates & Co., die Aktionäre auch langfristig erfreuen könnte.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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