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Flugpreise : Fliegen, ein zunehmend teurer Spaß

  • Aktualisiert am

Darf's ein bisschen mehr sein? Bild: dpa

Nicht nur Autofahren, auch Fliegen wird teurer. Für transatlantische Flüge entfallen schon mal 20 Prozent mehr an als im Vorjahr.

          2 Min.

          Dem European Corporate Travel Index (ECTI) aus dem Hause American Express zufolge wird fliegen teurer, und zwar klassen- und länderübergreifend. Der ECTI erscheint viermal jährlich, er beobachtet unter anderem die Preisentwicklung bei Flugpreisen.

          Mit Blick auf die Business und Leisure Class fallen die Preissteigerungen für Flüge von Deutschland nach Nordamerika noch einigermaßen maßvoll aus. Im Unterschied zu einigen europäischen Länden bewegen sich die prozentualen Veränderungen noch im einstelligen Bereich.

          Business Class war und ist teuer

          Beim Vergleich der Preisentwicklung für Flüge nach New York zeigen sich zum Teil deutliche Differenzen. Wer mit der Business Class von Frankfurt aus nach New York startet, zahlte im ersten Quartal dieses Jahres 9,2 Prozent mehr als im ersten Quartal letzten Jahres. Etwas günstiger startet es sich mit 7,7 Prozent Preissteigerung von Paris aus. Wer sich von Amsterdam auf die Reise macht muss einen um 10,6 Prozent höheren Preis entrichten. Im Vergleich zu London (+ 17,8 Prozent) und Rom (+ 20,2 Prozent) fällt das aber noch günstig aus.

          Günstiger Fliegen mit Economy Class

          Freunde des günstigen Verreisens haben es schon immer gewusst, mit Economy fliegt es sich billiger. Doch auch hier bewegen sich die Preise für Flüge nach New York nach oben. Im Jahresvergleich schneiden Paris und Rom am Besten ab. Beim Start von der französischen Metropole aus sind 4, von Rom aus 5,6 Prozent mehr zu bezahlen als im Vorjahr. Frankfurt liegt mit einer Preissteigerung von 9 Prozent im Mittelfeld, gefolgt von London mit einem Anstieg von 10,4 Prozent. Einsame Spitze sind Flüge von Amsterdam aus, die inzwischen 21 Prozent teurer sind als im ersten Quartal letzten Jahres.

          Ursachenforschung und Ausblick

          Matthew Davis, vom Director Consulting Services bei American Express, führt die Preisentwicklung für Flüge nach Nordamerika in erster Linie auf die generell relativ stabile Nachfrage zurück, die sehr hohe Tarife zur Folge habe. Preissteigernd wirke aber auch, dass die Fluggesellschaften unsicher über den zukünftigen Geschäftsverlauf und die Entwicklung der Weltwirtschaft seien. „Das heißt, die Fluggesellschaften blähen die Preise auf, um gegebenenfalls einen Puffer zu haben, wenn das Wirtschaftswachstum allgemein abflauen sollte“, sagt Davis. Auch der Ölpreis treibt die Flugpreise in die Höhe, da der für 2001 erwartete Preisrückgang für Öl bisher nur zögerlich eingesetzt hat.

          Dennoch müsse reisegeplagten Geschäftsleuten und Privatfliegern die Reisestimmung nicht unbedingt vergehen. Unternehmen, die ihre Vertreter auf die Reise schicken, könnten von der nachlassenden Konjunktur profitieren, meint Davis. „Angesichts der konjunkturellen Flaute treten Fluggesellschaften in ein immer größeres Konkurrenzverhalten, um ihren Marktanteil in einem möglicherweise verringerten Geschäftsreisemarkt zu halten.“ Der lachende Dritte könnte dann das Unternehmen sein, das die Preise aufmerksam vergleicht. Gleichermaßen für Geschäftsreisende und Freizeitflieger eine Alternative sind die Billigfluggesellschaften. Die locken mit einem günstigen Preis-/Leistungsverhältnis.

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