https://www.faz.net/-gqe-a61nk
Bildbeschreibung einblenden

Flightright-Chef im Gespräch : „Fluggesellschaften haben Erstattungen bewusst verschleppt“

Abheben: Sollen Flugtickets nach der Buchung oder kurz vr dem Start bezahlt werden? Bild: ZB

Lange mussten viele Passagiere auf Rückzahlungen für ausgefallene Flüge warten. Dem Unternehmen Flightright brachte das viele Kunden. Der Gründer plädiert für Reformen für die Bezahlungen von Tickets.

          3 Min.

          Verspätet, verzögert, verschoben – wenn Flüge nicht pünktlich abheben, ist das eine Angelegenheit für Philipp Kadelbach. Er hat 2010 den Fluggastrechte-Dienstleister Flightright gegründet. Doch im Jahr zehn nach der Gründung ist vieles anders. Von einem Tag auf den anderen wurde weniger geflogen. Das Kerngeschäft erodierte, denn das hängt an Entschädigungen nach Verspätungen. Wenn weniger gereist wird, erregen sich wenige über stundenlange Verspätungen und fordern eine Entschädigung gemäß EU-Recht, die Flightright gegen Provision eintreibt.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Doch der weitgehende Stillstand war auch Anlass für Kundenärger. Das Corona-Jahr ist in der Luftfahrt verknüpft mit dem Unmut der Reisenden, die ihre Tickets nur schleppend oder gar nicht erstattet bekamen. „Wir haben mittlerweile Erstattungsansprüche von 50 Millionen Euro durchgesetzt. In der Pandemie haben uns 60 000 Kunden dafür beauftragt“, sagt Kadelbach im Gespräch mit der F.A.Z. EU-Recht schreibt eine Frist von sieben Tagen für die Rückzahlung vor, die selten eingehalten wurde.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          „Man sollte sich Rückzugsräume bewahren, in denen man auch ungestört kommunizieren kann“, rät Psychiater Jan Kalbitzer Paaren im Homeoffice.

          Psychiater über den Lockdown : „Lebt so, dass ihr eine Affäre haben könnt“

          Homeoffice, Kinderbetreuung, Müdigkeit, Stress: Vielen geht es gerade nicht gut. Psychiater Jan Kalbitzer glaubt, wir haben in der Pandemie viel zu lang auf „Durchhalten“ gesetzt, anstatt den Alltag anzupassen – und gibt Tipps für den verschärften Lockdown.
          Beamte der Bundespolizei kontrollieren am Frankfurter Flughafen Passagiere, die aus sogenannten Hochrisikoländern nach Deutschland kommen.

          Frankfurter Flughafen : Viele Passagiere ignorieren Corona-Regeln

          Unter den Reisenden am Frankfurter Flughafen ist die Zahl der Verstöße gegen die Corona-Regeln deutlich höher als gedacht. Da hilft es wenig, dass der Flughafenbetreiber Fraport das TÜV-Siegel „Sicher gegen Corona“ weiter führen darf.