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Fluggipfel in Hamburg : So soll das Flugchaos beendet werden

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Szenen wie diese am Frankfurter Flughafen gab es in diesem Sommer viele an deutschen Flughäfen. Bild: Helmut Fricke

Verspätungen, ausgefallene Flüge, Pannen an den Sicherheitsschleusen – im deutschen Flugverkehr herrscht Chaos. Heute treffen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft, um über den Wolken für Ordnung zu sorgen.

          Deutschland kämpft mit dem Flugchaos. Schon 14.000 Flüge sind in diesem Jahr in Deutschland ausgefallen, hat das Fluggastportal Air-Help berechnet. Das sind doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

          Um Ordnung in dieses Chaos zu bringen, findet heute in Hamburg der Fluggipfel statt. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) berät am Freitag mit einigen Landes-Verkehrsministern und Vertretern der Flug-Branche über Verbesserungen im Luftverkehr.

          Die Fluggäste hatten in diesem Sommer mit einem besonders unzuverlässigen Flugplan zu kämpfen. Insgesamt waren 28,8 Prozent aller Flüge in Deutschland entweder verspätet oder wurden ganz gestrichen. Das löste Ansprüche der Passagiere gegenüber den Fluggesellschaften in Höhe von 823 Millionen Euro aus.

          Druck auf Politk und Industrie wächst

          Seit Monaten wächst deshalb der Druck auf Politik und Unternehmen, den Flugverkehr effizienter zu gestalten und Maßnahmen gegen Verspätungen und lange Wartezeiten an den Flughäfen zu ergreifen. Zu den Ursachen für die Probleme zählen überlastete Infrastruktur in der Luft und am Boden, Nachwehen der Insolvenz von Air Berlin, Streiks in verschiedenen Ländern Europas sowie mehr Gewitter und schwierige Wetterlagen.

          Am Ende der zweistündigen Beratungen soll eine gemeinsame Absichtserklärung der Teilnehmer stehen, in der mögliche Maßnahmen zu Verbesserungen im deutschen und internationalen Luftverkehr aufgelistet werden. Vor allem die Sicherheitskontrollen seien effizienter zu gestalten. Zudem brauche es flexiblere Arbeitszeiten der Fluglotsen. Ebenso müsse der gesamte Flugverkehr durch den Einsatz von Technik standardisiert werden.

          An dem Treffen nehmen neben dem Hamburger Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Scheuer der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), der Chef des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und der Deutschen Flugsicherung, Klaus-Dieter Scheurle, der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr und der Chef des Frankfurter Flughafens, Stefan Schulte, teil.

          Barley fordert schnellere Entschädigungen

          Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) pochte vor dem Gipfel auf unbürokratische und rasche Entschädigungen von Reisenden bei Verspätungen und Flugausfällen. Fluggesellschaften sollten unaufgefordert Entschädigungen zahlen. „Verbraucher haben ein Recht darauf, ihre Ansprüche ohne Verlust von Zeit und Geld zu erhalten“, sagte Barley dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Freitag). Airlines müssten nicht nur entsprechende Anlaufstellen bieten, um Kundenbeschwerden entgegenzunehmen. Sie müssten auch ihre Internetauftritte übersichtlicher gestalten, damit „Informationen zu Entschädigungen, Beschwerden und Schlichtung für die Reisenden übersichtlicher werden.“

          Auch SPD-Bundestagsfraktionsvize Sören Bartol hat Verbesserungen für Passagiere gefordert. „Die Reisenden erleben an den Flughäfen teilweise chaotische Zustände bei den Sicherheitskontrollen. Das muss ein Ende haben“, sagte Bartol der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

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