Flucht nach Europa : Das Geschäft mit dem Menschenschmuggel
Von Lena Schipper
Lesezeit: 5 Min.
Am letzten Sonntag im August ist es wieder einmal so weit. Vor der Küste Libyens kentert ein Schlauchboot mit mehr als 100 Menschen an Bord. Die tunesische Küstenwache findet das Wrack rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Tripoli. Mindestens 36 Menschen sterben, darunter fünf Kinder. Erst in der Woche zuvor hatten die Behörden ganz in der Nähe 20 Tote aus dem Wasser gefischt und rund 150 weitere Menschen als vermisst gemeldet. Mittlerweile häufen sich diese Unglücksmeldungen so sehr, dass sie in Europa kaum noch zur Kenntnis genommen werden, wenn das Boot nicht gerade direkt vor der italienischen Küste zerschellt ist.
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