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Flottenmanagement : Standards helfen sparen

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Je größer der Fuhrpark, desto rentabler Full-Service-Leasing. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Dataforce in einer Untersuchung für die Budget Alag Auto-Mobil AG.

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          Je größer der Fuhrpark, desto rentabler Full-Service-Leasing. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Dataforce in einer Untersuchung für die Budget Alag Auto-Mobil AG. Denn während sich zwei Drittel der Unternehmen mit Flotten von 100 bis 200 Fahrzeugen für das Servicepaket entscheiden, sind es bei Fuhrparks mit 10 bis 24 Fahrzeugen lediglich 18 Prozent. Die Ursache hierfür liege jedoch weniger in einem tatsächlichen Kostenvorteil für große Flotten, sondern in der Mentalität der Entscheider. Zum einen halten kleine Unternehmen Full-Service-Leasing häufig für die teuerste Alternative, zum anderen wollen sie die Fuhrparkverwaltung nur ungern abgeben. Dabei sind Einsparpotentiale von bis zu zwanzig Prozent zu erreichen.

          Denn nur auf den ersten Blick scheint die Full-Service-Leasingrate teurer als andere Finanzierungsformen. Bei ihrer Kalkulation unterschätzen viele Unternehmen jedoch den administrativen Aufwand. Für eine Flotte von 35 Fahrzeugen mit einer Laufleistung von 40 000 Kilometern im Jahr fallen jährlich etwa 3337 Belege für Versicherung, Steuern, Inspektionen, Reifenwechsel sowie Tanken und Waschen an. Die Bearbeitung eines Belegs (Einreichung, Genehmigung, Postbearbeitung, Aktenanlage, Archivierung, Bezahlung, Controlling, Telefonate, Kopien) erfordert durchschnittlich etwa 14 Minuten. Insgesamt entsteht dadurch ein Arbeitsaufwand von 779 Stunden. Bei einem Durchschnittslohn von 40 000 Euro brutto plus Lohnnebenkosten beläuft sich die Selbstverwaltung des Fuhrparks auf etwa 29 112,06 Euro jährlich - ohne Porto-, Telefon- und EDV-Kosten. Ein Anbieter wie Budget zum Beispiel berechnet für denselben Service 15 Euro pro Fahrzeug und Monat. Das sind 6300 Euro auf das Jahr und die Flotte umgerechnet. Die Einsparung bei der Fuhrparkadministration beträgt in diesem Beispiel jährlich 22 812,06 Euro.

          Die Befragung von 884 Flottenmanagern durch das Marktforschungsunternehmen brachte zudem eine strategische Neuausrichtung bei der Beschaffung zu Tage. Statussymbol, Prestige- und Imagefragen rücken in Anbetracht der Wirtschaftslage mehr in den Hintergrund. Die Diskussion darüber, ob ein Dienstwagen ohne Sonderausstattung zumutbar ist, weicht zunehmend dem nüchternen Kalkül. So würde bereits ein Drittel der Fuhrparkmanager (32 Prozent) auf individuell konfigurierte Fahrzeuge verzichten, wenn ein Standardfahrzeug etwa 10 Prozent preiswerter wäre. (noa.)

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