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Flaute im Stahlgeschäft : Thyssen-Krupp plant Milliarden-Sparprogramm

  • Aktualisiert am

Schwere Zeiten für die Stahlindustrie: Thyssen-Krupp muss weiter sparen. Bild: dpa/dpaweb

Erst meldete das Unternehmen Kurzarbeit an, nun gibt es ein dickes Sparprogramm hinterher: Thyssen-Krupp will offenbar seine Kosten in den nächsten drei Jahren um zwei Milliarden Euro senken.

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          Der Stahlkonzern Thyssen-Krupp will einem Zeitungsbericht zufolge seine Kosten in den nächsten drei Jahren um zwei Milliarden Euro senken. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, versucht Vorstandschef Heinrich Hiesinger auf diese Weise den durch die Probleme mit den Stahlwerken in den Vereinigten Staaten und Brasilien schwer belasteten Konzern als Ganzes zu erhalten. Ein großer Arbeitsplatz-Abbau sei bei dem Sparpaket nicht vorgesehen.

          Parallel zu den Kürzungen wolle Hiesinger aber auch in Geld in die Hand nehmen, um gut laufende Geschäfte auszubauen. So sollten im nächsten Jahr fast zwei Milliarden Euro investiert werden, vor allem in Forschung und Entwicklung. Das Blatt nannte hier die Sparten Aufzüge, Industrieanlagen und Marine.

          Wegen der Krise schon Kurzarbeit angemeldet

          Das Stahlgeschäft von Thyssen-Krupp leidet unter der Wirtschaftsflaute infolge der Eurokrise. Der Konzern hat daher bereits Kurzarbeit angemeldet. Noch stärker machen dem Stahlunternehmen die Verluste der neuen Werke in Brasilien und den Vereinigten Staaten zu schaffen, für die er händeringend Käufer sucht. Hiesinger will durch die Veräußerung der zwölf Milliarden Euro teuren Werke mindestens den noch übrigen Buchwert von sieben Milliarden erzielen.

          Analysten haben den Wert allerdings nur auf drei bis vier Milliarden Euro beziffert. Der Zeitung zufolge dauert der Verkauf deutlich länger als erhofft. Intern habe das Unternehmen verschiedene Szenarien mit Erlösen bis zu vier Milliarden Euro durchrechnen lassen. Das bedeute, dass Thyssen-Krupp im abgelaufenen Geschäftsjahr voraussichtlich eine Wertberichtigung bis zu drei Milliarden Euro verkraften müsse.

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