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Finanzstaatssekretär Kukies : Macher mit Milliarden

Sozialdemokrat, Ex-Investmentbanker, Staatsdiener: Jörg Kukies hat viele Professionen. Bild: Andreas Pein

Mit der Corona-Krise hat Jörg Kukies noch mehr zu tun bekommen. Der Finanzstaatssekretär sitzt dem Ausschuss vor, der über die Hilfen für sehr große Unternehmen entscheidet. In der Bankenwelt hat der einstige Investmentbanker einen guten Ruf.

          3 Min.

          Was ist er nicht alles. Und was ist er nicht alles gewesen: Sozialdemokrat, Ex-Investmentbanker, Staatsdiener, Möchtegern-Bankenfusionär, Manager des gigantischen Rettungsfonds, der mit Millionen und Milliarden Unternehmen stabilisieren soll, die sonst in der Corona-Krise in die Knie gezwungen würden. Jörg Kukies ist das alles. All diese Zuschreibungen sind nicht falsch – und doch sind sie weder einzeln für sich noch alle zusammen geeignet, den gebürtigen Mainzer (Jahrgang 1968) so zu beschreiben, dass man dem Menschen hinter der Maske des Machers näherkommt.

          Manfred Schäfers

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Der Wechsel des früheren Goldman-Sachs-Vertreters in Frankfurt in das Bundesfinanzministerium war eine Überraschung. Vom Spitzenverdiener zum Spitzenbeamten. Wieso macht er das? Warum verzichtet er auf vermutlich sehr viel Geld? Mit seinem streng zurückgekämmten Haar sieht der promovierte Ökonom immer noch so aus wie das Klischee eines Investmentbankers, den Michael Douglas als Finanzhai Gordon Gekko in dem Film „Wall Street“ mustergültig gegeben hat. Doch das war nicht der erste Bruch im Leben von Kukies.

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