https://www.faz.net/-gqe-9ivnt

Finanzminister der Niederlande : Der Kämpfer für einen stabilen Euro

Wopke Hoekstra, 43, ist Finanzminister der Niederlande. Zuvor war er Partner bei der Unternehmensberatung McKinsey. Bild: action press

Wopke Hoekstra, Finanzminister der Niederlande, ist die neue Hoffnung für den Euro. Wer stemmt sich sonst gegen Schlendrian und Schuldenmacherei?

          7 Min.

          So etwas wäre in den Niederlanden nicht passiert. Als der Student Wopke Hoekstra ein Jahr in Rom verbrachte, lud sein Vermieter ihn und die anderen Mieter spontan zum Abendessen ins Restaurant ein. Mehr und mehr Leute kamen dazu, auch Leute, die mit dem Vermieter nur sehr lose bekannt waren, die Tafel wuchs immer weiter. „In den Niederlanden wäre das ganz anders gelaufen“, sagt Hoekstra heute. „Man würde zuerst fragen, warum man überhaupt zusammen isst. Falls das eine gute Idee wäre, würde man einen Termin ausmachen und sich darauf einigen, wer zu diesem Abendessen mitkommt.“

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Heute ist es für Wopke Hoekstra (gesprochen: „Hukstra“) sehr hilfreich, die Italiener zu verstehen. Schließlich muss er regelmäßig über ihre Vorstellungen von einem stabilen Euro sprechen, nächstes Mal am Montag und Dienstag. Seit Oktober 2017 ist der 43-Jährige der Finanzminister der Niederlande– und er wächst immer weiter in eine wichtige Rolle hinein: in die des Stabilitäts-Bewahrers unter den Finanzministern der Eurozone.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Eine Polizeistreife am Strand von Sardinien im Mai

          Sardinien braucht Touristen : Bloß keine Amerikaner

          Sardinien ist auf den Tourismus angewiesen, doch aus Angst vor Corona bleiben viele Besucher weg. Die Branche wünscht sich eine überschaubare, zahlungskräftige Kundschaft. Aber offenbar nicht aus jedem Land.