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Finanzminister der Niederlande : Die EU muss „im 21. Jahrhundert ankommen“

Präsentiert seine Forderungen: der niederländische Finanzminister Wopke Hoekstra Bild: Bloomberg

Der niederländische Finanzminister Hoekstra will mehr für Sicherheit und Klima ausgeben – und Ländern Mittel streichen, die gegen den Stabilitätspakt verstoßen. Dabei hofft er auf mehr Zusammenhalt unter den EU-Staaten.

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          Die Europäische Union muss nach Auffassung des niederländischen Finanzministers Wopke Hoekstra ihre politischen Prioritäten grundlegend neu formulieren. „Wir geben in der EU immer noch Hunderte Milliarden Euro für die Landwirtschaft und für die regionale Angleichung der Lebensverhältnisse aus. Das mag in der Vergangenheit gerechtfertigt gewesen sein, aber wir befinden uns im Jahr 2019. Es ist Zeit, dass wir im 21. Jahrhundert ankommen“, sagte Hoekstra der F.A.Z. und der „Financial Times“ am Montag in Den Haag.

          Werner Mussler
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Für wichtige Zukunftsaufgaben, etwa den Schutz der EU-Außengrenzen, den Klimaschutz, eine gemeinsame Sicherheitspolitik oder die Investition in Zukunftsindustrien müsse die EU mehr Geld bereitstellen. „Das heißt aber auch, dass wir anderswo streichen müssen.“ Hoekstra hält an diesem Dienstag die „Humboldt-Rede zu Europa“ an der Berliner Humboldt-Universität.

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