https://www.faz.net/-gqe-11wd9

Finanzkrise : Teure Staatsbanken

Nun also staatliche Hilfe auch für die Aareal Bank: Die Frage ist erlaubt, warum der Bund die Banken nicht nach den Regeln des Marktes übernimmt. Übernahmeofferten an die Aktionäre kämen dem Steuerzahler deutlich billiger als die stillen Einlagen.

          1 Min.

          Nach der Commerzbank gibt es nun in Deutschland eine zweite Bank, in die der Bund Kapital einschießen muss. Der Wiesbadener Immobilienfinanzierer Aareal Bank ist mit einer Bilanzsumme von 41 Milliarden Euro zwar um einiges kleiner als die Commerzbank, die einschließlich Dresdner Bank auf 1,1 Billionen Euro kommt.

          Gemeinsam ist beiden Banken, dass sie nach den hohen Wertberichtigungen das dringend benötigte Kapital von privaten Investoren nicht mehr bekommen. Die Kapitallücke schließt der Bund, und das zu Konditionen, die von den aktuellen Börsenwerten meilenweit entfernt sind. Der Bund schießt in die Aareal Bank neben Garantien über 4 Milliarden Euro auch Kapital von 525 Millionen Euro ein. An der Börse ist das Institut nur noch 162 Millionen Euro wert. Die Commerzbank hat 18,2 Milliarden Euro vom Bund erhalten. Das ist mehr als die Hälfte des Eigenkapitals. Die Börsenkapitalisierung der Commerzbank liegt jedoch unter 3 Milliarden Euro.

          Die Frage ist erlaubt, warum der Bund die Banken nicht nach den Regeln des Marktes übernimmt. Übernahmeofferten an die Aktionäre kämen dem Steuerzahler deutlich billiger als die stillen Einlagen.

          Weitere Themen

          Allein gegen die Globuli

          FAZ Plus Artikel: Homöopathie : Allein gegen die Globuli

          Iris Hundertmark ist vermutlich die einzige Apothekerin Deutschlands, die keine homöopathischen Präparate im Regal hat. Das hat ihr eine Morddrohung gebracht. Und steigende Umsätze.

          Der Mindestlohn steigt auf 10,45 Euro

          Bis Mitte 2022 : Der Mindestlohn steigt auf 10,45 Euro

          In vier Halbjahresschritten steigt der Mindestlohn von 9,35 Euro ab dem 1. Januar 2021. Das hat die Bundesregierung am Mittwoch beschlossen. Den Arbeitnehmern bringt das Lohnerhöhungen von über 1,3 Milliarden Euro.

          Topmeldungen

          Vor der Wahl in Amerika : Welcome to Trumpland

          In Pennsylvania steht im Garten eines Hauses eine überdimensionale Trump-Figur. Sie ist ein Besuchermagnet für eingefleischte Fans des Präsidenten. Über einen Ort voller Enthusiasmus, Hoffnung und bedingungsloser Liebe.

          Neue Corona-Maßnahmen : Treffen unter dramatischen Vorzeichen

          Vor zwei Wochen konnten sich die Ministerpräsidenten nicht einigen. Jetzt sind die Infektionszahlen kaum noch kontrollierbar. Vor dem Treffen mit Merkel fordern immer mehr Politiker und Wissenschaftler harte Einschnitte mit strikten Kontaktbeschränkungen.
          „Ich will Apothekerin sein, keine Esoterik-Tante“, sagt Iris Hundertmark, 46, in ihrer Apotheke in Weilheim in Oberbayern. Seit zwei Jahren hat sie keine Globuli mehr in der Schublade.

          Homöopathie : Allein gegen die Globuli

          Iris Hundertmark ist vermutlich die einzige Apothekerin Deutschlands, die keine homöopathischen Präparate im Regal hat. Das hat ihr eine Morddrohung gebracht. Und steigende Umsätze.
          Weil die Schnelltests dann am sichersten sind, wenn die Viruslast bereits hoch und der Infizierte wirklich infektiös ist, sind Antigentests sogar besonders geeignet, akute Risiken schnell zu erkennen: Ein Mädchen in Delhi lässt sich testen

          Viren-Schnelltests als Chance : Raus aus dem Schlamassel!

          Weniger Lockdown-Streit, mehr Pragmatismus wagen in der Pandemie: Wieso Schnelltests rasch helfen sollten, das Leben mit dem Virus erträglich und sicherer zu machen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.