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Finanzinvestoren : Prinz Alwaleed bin Talal: Geschichten aus 1001 Nacht

  • Aktualisiert am

Prinz Alwaleed blickt auch nach Deutschland Bild: AP

Prinz Alwaleed bin Talal gilt als einer der reichsten Männer der Welt. Nach Hotels und Hotelketten entdeckt der Wüstensohn auch das Börsenparkett für sich.

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          Der Neffe des saudischen Königs Fahd und Cousin des Kronprinzen Abdullah gilt als einer der reichsten Männer der Welt.

          Mit einem geschätzten Vermögen von rund 20 Milliarden Dollar rangiert Prinz Alwaleed bin Talal bin Abdul Aziz al Saud auf der “Forbes“-Rangliste der reichsten Menschen der Welt auf Platz elf. Der Grundstock für sein heute mächtiges Vermögen wurde dem Blaublüter bereits in die Wiege gelegt. Aber auch sein überaus glückliches Händchen mit Immobiliengeschäften verschafften dem Prinzen das für „Otto-Normal-Verbraucher“ unvorstellbare Vermögen.

          Reichhaltiges Portfolio

          Doch noch müssen Deutschlands Unternehmensführer vor dem Prinzen nicht erzittern - sein Spielfeld befindet sich vorwiegend noch in Amerika. Zu Beginn seiner steilen Investorenkarriere standen vor allem noble Hotels und Hotelketten, wie The Plaza Hotel, das Four Seasons, das George V sowie das europäische Disneyland, im Mittelpunkt seines Interesses.

          Aber auch auf dem Aktienmarkt schlug der Prinz kräftig zu. Seine Opfer: die News Corp. von Rupert Murdoch (fünf Prozent), die Citigroup (8,3 Prozent), Apple, AOL, Compaq, AT&T, Worldcom, Coca-Cola, Ford Motor, Motorola und Netscape, um nur eine kleine Auswahl von seinen Beteiligungen zu nennen. Alwaleed gehört jedoch nicht zu der Art Investoren, die auf einen Umbau oder eine Umstrukturierung des Konzerns abzielen. Er investiert in für ihn unterbewertet Unternehmen und setzt allein auf steigende Börsenkurse - mit bisher eher gemischten Erfolg.

          Gemischter Erfolg auf dem Börsenparkett

          Im deutschsprachigen Raum machte der Prinz zum ersten Mal mit einer 30 prozentigen Beteiligung an Mövenpick auf sich aufmerksam. In Deutschland selbst beteiligte sich der Wüstensohn an der mittlerweile insolventen Kirch-Media Gruppe. Über seine Firma Kingdom Holdings hält Alwaleed rund 2,5 Prozent. Sein Erfolg mit Immobilien ist in der Branche unbestritten. Doch auf dem Börsenparkett ist sein Erfolg gemischt.

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