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Ernüchternder Festivalsommer : „Wir fragen uns alle, wo die Leute hin sind“

  • -Aktualisiert am

Zumindest die Fans hatten beim Festival in Wacken ihren Spaß. Bild: dpa

Nach zwei Jahren Pause hatten die Musikveranstalter große Hoffnungen für diesen Festivalsommer. Bis ihnen Personalnot und hohe Kosten die Bilanz verhagelten.

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          Die „Fusion“ ist eines der größten Musikfestivals in Deutschland. 70.000 Besucher kamen dieses Jahr. Nächsten Sommer könnte das Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes im mecklenburgischen Lärz, auf dem die „Fusion“ seit 1997 stattfindet, trotzdem leer bleiben. Zumindest sagen das die Veranstalter. In einem Schreiben geben sie eine finanzielle Schieflage bekannt. Um bis zu zwei Millionen Euro liege man nach dem diesjährigen Festival im Minus. „Ein deutliches Defizit hatte sich bereits im Voraus abgezeichnet.“

          Wie die meisten Festivals konnte die „Fusion“ wegen der Corona-Pandemie weder 2020 noch 2021 stattfinden. Ende 2020 erhöhten die Veranstalter gleichwohl die Ticketpreise von 130 auf 220 Euro. Auch für die, die schon ein Ticket gekauft hatten. Die Preissteigerungen der vergangenen Monate habe man damals noch nicht einkalkulieren können, heißt es nun. Bei Materialien, Dienstleistungen, Technik und Infrastruktur seien die Preise teilweise um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wenn es nicht gelinge, über den Verkauf von Grundstücken und über den Ticket-Vorverkauf oder mit der Hilfe privater Geldgeber an ausreichend finanzielle Mittel zu gelangen, drohe jetzt deshalb die Zahlungsunfähigkeit.

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