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Fernseher : Loewe ist spät dran

Loewe-Fernseher Bild: AFP

Dem Fernseherhersteller Loewe geht das Geld aus, die Aktie verliert ein Drittel ihres Wertes. Das Unternehmen muss den Schritt vom Gerätehersteller zum Systemanbieter in der Unterhaltungselektronik gehen - ist damit aber spät dran.

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          Vor vier Wochen, als die Loewe AG eine Bilanz des Schreckens vorlegte, war der Vorstand des Fernsehgeräteherstellers um Optimismus bemüht. Es stimme zwar, die Zahlen für 2012 seien nicht zu beschönigen, aber 2013 würden neue Video- und Audiosysteme gewiss das Interesse der Käufer finden. Zum Beweis hielt Produktionsvorstand Detlef Teichner ein kleines, schmuckes Kästchen in die Höhe, das er mit seinem Smartphone ansteuerte.

          Und ja, der tragbare Lautsprecher spielte das Intro eines Dire-Straits-Songs beeindruckend klar; Mark Knopflers Gitarrenklänge fluteten den großen Konferenzraum. Im Mai wird Loewe das in China produzierte Gerät für 300 Euro auf den Markt bringen. Das Problem: Solche Lautsprecher bieten Bose oder Bang & Olufsen schon seit Jahren an.

          So verhält es sich auch mit den für Juli angekündigten Fernseher im niedrigen Preissegment: Auch diese Lücke haben andere Premiumanbieter längst besetzt. Dennoch hat das fränkische Unternehmen gar keine andere Wahl, als den Schritt vom Gerätehersteller zum Systemanbieter in der Unterhaltungselektronik zu gehen. Neunzig Jahre nach Gründung durch die Brüder Siegmund und David Ludwig Loewe kommt er nur etwas spät.

          Henning Peitsmeier

          Wirtschaftskorrespondent in München.

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