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Fernseher : Loewe geht allmählich das Geld aus

  • Aktualisiert am

Bedieneinheit eines Loewe-Fernsehers Bild: ddp

Loewe ist einer der letzten Überlebenden der untergegangenen deutschen Fernsehindustrie. Doch das Unternehmen schreibt seit Jahren Verluste und verbrennt mittlerweile so viel Kapital, dass jetzt die Hauptversammlung verschoben wird.

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          Loewe geht allmählich das Geld aus. Deutschlands größter Hersteller von Fernsehgeräten wird voraussichtlich Ende Mai die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt haben, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Die für den 11. Juni geplante Hauptversammlung werde deshalb voraussichtlich auf Ende Juli verschoben. Um die leere Kasse wieder zu füllen, prüfe Loewe verschiedene strategische Optionen. Unter anderem werde eine Kapitalerhöhung unter Einbeziehung bestehender Aktionäre und neuer Investoren erwogen.

          Im ersten Quartal schrumpfte der Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 35 Prozent auf 43,5 Millionen Euro. Der operative Verlust (Ebit) verzehnfachte sich auf 9,9 Millionen Euro von 0,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der höhere Verlust sei auf die schlechtere Marktentwicklung, niedrigere Umsatz- und Produktionsvolumen, Investitionen in neue Produkte und Marketing-Maßnahmen zurückzuführen, erklärte Loewe. Allein in Deutschland sei in den ersten drei Monaten des Jahres der Markt für LCD-TVs wertmäßig um 19 Prozent zurückgegangen. Bei den für Loewe wichtigsten Handelspartnern, dem qualifizierten Fachhandel, sei der Rückgang mit 37 Prozent noch deutlich höher ausgefallen. In einzelnen Auslandsmärkten sehe es noch schlechter aus.

          Ende des Abwärtstrend nicht in Sicht

          Neue Produkte und mehr Werbung sollen den Kronachern aus der Krise helfen. Doch Loewe-Chef Matthias Harsch gestand am Donnerstag ein, dass die Maßnahmen erst im zweiten Halbjahr ihre vollständige Wirkung entfalten werden. Statt eines stabilen Umsatzes erwartet Loewe im laufenden Jahr nun einen Umsatzrückgang. Schwarze Zahlen sind weiterhin nicht in Sicht.

          Loewe-Aktien sind in Reaktion auf die Nachricht am Freitag um etwa
          ein Drittel eingebrochen auf zeitweise unter 2 Euro.

          Loewe schreibt seit Jahren Verluste. Ende Dezember hatte das Unternehmen den Abbau von rund 190 der konzernweit etwa 1000 Stellen angekündigt.

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