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Wirecard-Skandal : Der Bafin-Präsident als Sündenbock

Felix Hufeld leitet seit März 2015 die Finanzaufsicht Bafin. Sein Vertrag endet am 28. Februar 2023. Bild: dpa

Die Wirecard-Affäre wird auch der Finanzaufsicht Bafin angelastet. Ihr Präsident Felix Hufeld räumt Fehler ein, aber weist die alleinige Verantwortung von sich.

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          An Selbstbewusstsein mangelt es Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), nicht. Das bescheinigten ihm die Bundestagsabgeordneten nach seinem Auftritt im Finanzausschuss am 1. Juli, als er zum Zusammenbruch des Zahlungsdienstleisters Wirecard Stellung nehmen musste. Zwar hatte Hufeld Fehler seiner Behörde schon Tage zuvor eingestanden, aber in Sack und Asche trat er deshalb nicht auf.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Galt es doch auch, auf die Versäumnisse anderer, allen voran der Wirtschaftsprüfer, aufmerksam zu machen. Sein Selbstbewusstsein, aber auch seine kämpferische Natur sind Gründe, warum sein Dienstherr, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, noch immer zu dem 59 Jahre alten Bafin-Präsidenten hält. Vielleicht liegt es auch daran, dass es derzeit nicht allzu viele Alternativen für dieses Amt gibt, in dem man, wenn es läuft, außerhalb des öffentlichen Rampenlichts steht. Nur dann, wenn es nicht läuft, rückt die Finanzaufsicht als Sündenbock rasch in den Blickpunkt.

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