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Feinstaub : Stolpe: Höhere Maut für Lastwagen ohne Rußfilter

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Will künftig auch beim Feinstaub genauer hinsehen - Manfred Stolpe Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Lastwagen ohne Rußfilter sollen nach dem Willen von Verkehrsminister Manfred Stolpe vom kommenden Jahr an eine höhere Maut bezahlen. Dies sei ein Anreiz für Spediteure, sich schnell für partikelarme Lkw zu entscheiden.

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          Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe hat eine höhere Maut für stark rußende Lastwagen vorgeschlagen, um die Feinstaub-Emissionen im Verkehr zu senken. Sie solle möglichst schon im kommenden Jahr eingeführt werden, sagte der Minister am Mittwoch am Rande der Verkehrsministerkonferenz in Berlin. Mehrere Länder hatten sich vor der Konferenz bereits für vergleichbare Maßnahmen ausgesprochen.

          Die Umsetzung seines Vorschlags sei „ein starker Anreiz für Spediteure, sich möglichst schnell für den Einsatz besonders partikelarmer Nutzfahrzeuge zu entscheiden“, sagte der SPD-Politiker. Einer entsprechenden Änderung der Maut-Verordnung müßte der Bundesrat zustimmen. Außer für steuerliche Anreize für Filter in Diesel-Pkw müsse die Bundesregierung auch dafür sorgen, daß der Rußausstoß bei Nutzfahrzeugen deutlich verringert werde. „Daher habe ich den Ländern heute vorgeschlagen, daß wir im kommenden Jahr eine höhere Maut für stark rußende Lkw erheben können.“

          Als Beispiele für besonders „partikelarme“ Lastwagen nannte Stolpe Fahrzeuge, die mit Rußfiltern ausgestattet sind oder „durch innermotorische Maßnahmen besonders geringe Partikelemissionen verursachen.“ Schon heute bewähre sich die Differenzierung der Mauthöhe nach Emissionsklassen. Für die Spediteure sei die Lösung fair, „weil in- und ausländische Lkw in gleicher Weise behandelt werden“.

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