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Fehlprägung : Kein Glück mit Dollar-Münzen

  • Aktualisiert am

Auf wie vielen Münzen der Schriftzug fehlt, ist noch nicht bekannt Bild: AP

Auf einer noch unbekannten Zahl neuer Ein-Dollar-Münzen fehlen auf dem Rand die Schriftzüge „In God We Trust“ und „E Pluribus Unum“. Die Herzen der Sammler schlagen höher: Eine der Fehlprägungen wurde bereits für 600 Dollar verkauft.

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          Die Herzen der amerikanischen Münzsammler dürften ein wenig höher schlagen: Das Münzamt in Washington hat eine Fehlprägung eingestanden. Auf einer noch unbekannten Zahl neuer Ein-Dollar-Münzen fehlen auf dem Rand die Schriftzüge „In God We Trust“ und „E Pluribus Unum“. Auch das Siegel der Prägeanstalt in Philadelphia und das Jahr der Prägung haben nicht den Weg auf den Münzrand gefunden.

          Wie unangenehm den Verantwortlichen dieser Fehler ist, ließ sich aus der Pressemitteilung ablesen. „Wir nehmen den Vorfall ernst. Qualitätskontrolle hat für uns eine hohe Priorität. Die Behörde hat eine Untersuchung eingeleitet, um die Ursache im Produktionsprozess zu bestimmen.“ Insgesamt seien von der neuen Dollar-Münze, die das Bild George Washingtons ziert, mehr als 300 Millionen Stück geprägt worden.

          Sammler zahlte 600 Dollar

          Neben Philadelphia seien auch in Denver Münzen hergestellt worden, von dort seien aber bisher keine Schwierigkeiten berichtet worden. Ron Guth, Präsident eines Unternehmens zur Authentifikation von Münzen, vermutet, dass bis zu 50.000 Stück in Umlauf gekommen sein könnten. „Die erste Münze wurde für 600 Dollar verkauft. Da war aber noch nicht bekannt, dass die Zahl doch recht groß ist“, sagte Guth. Im Internet würden derzeit zwischen 40 und 60 Dollar für eine solche Münze bezahlt; der Preis werde sich vermutlich in der Nähe von 50 Dollar einpendeln, vermutet der Münzfachmann.

          Ein Dollar mit dem Bild von George Washington

          Der Fehler zu Beginn der Produktion ist nicht zuletzt deshalb ärgerlich, weil die Prägung auf der Münzkante dem Hartgeld eigentlich zu größerer Aufmerksamkeit verhelfen sollte. Bisherige Bemühungen der Regierung, die Amerikaner von den sehr beliebten, aber schnell verschlissenen Ein-Dollar-Scheinen abzubringen, sind kläglich gescheitert.

          Besonders aufwendig

          Die vor einigen Jahren herausgegebene Münze mit dem Bild der Schoschonen-Indianerin Sacagawea findet sich kaum im Geldbeutel der Amerikaner. Der neuen Münze sollen im Abstand von drei Monaten Münzen mit den Bildern der drei Präsidenten John Adams, Thomas Jefferson und James Madison folgen. Der Aufdruck auf der George-Washington-Münze ist besonders aufwendig und wird von einer speziellen Maschine vorgenommen.

          Es ist zugleich das erste Mal seit der goldenen Zwanzig-Dollar-Münze „Double Eagle“ von 1933, dass am Rand einer amerikanischen Münze Worte geprägt sind. Vor einigen Jahren wurde ein „Double Eagle“ für 7,59 Millionen Dollar verkauft - der höchste jemals für eine Münze bezahlte Preis.

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