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Quo vadis, Wohnungsmarkt? : Fehlende Baugenehmigungen bremsen Wohnungsbau

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Ein Neubau in Leipzig Bild: dpa

Union und SPD wollten eigentlich in den nächsten Jahren 1,5 Millionen Wohnungen bauen. Doch die Zahl der Baugenehmigungen ist zuletzt sogar zurückgegangen. Auch andere Faktoren dämpfen den Bauboom.

          Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen in Deutschland stagniert trotz des enormen Bedarfs. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres sank sie in Summe sogar leicht um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 49.350, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Schon in den beiden Vorjahren waren die Baugenehmigungen jeweils zurückgegangen, nachdem sie von 2008 bis 2016 kontinuierlich zugelegt hatten. Gestiegen ist von Januar bis Februar lediglich die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser. Hier gab es ein Plus von 4,4 Prozent, bei Zweifamilienhäusern dagegen ein Minus von 1,1 Prozent und bei Mehrfamilienhäuser sogar von 3,2 Prozent

          Union und SPD haben im Koalitionsvertrag anvisiert, bis 2021 rund 1,5 Millionen Wohnungen zu bauen – das wären 375.000 pro Jahr. Der Bundesverband der privaten Immobilienwirtschaft (BFW) rechnet nur mit gut 250.000 neuen Wohnungen in diesem Jahr, da der Neubau durch den Mangel an Baugrundstücken und Fachkräften sowie durch bürokratische Hürden gebremst werde.

          Die Baubranche hat trotz des stockenden Auftragsflusses im Wohnungsbereich viel zu tun. Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe lagen im Februar mit rund 6,6 Milliarden Euro um 8,2 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. „Das war der höchste jemals gemessene Wert an Aufträgen in einem Februar in Deutschland“, betonten die Statistiker.

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