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Regierungsbildung in Berlin : FDP-Fraktionsvize hätte lieber Spahn als Merkel

  • Aktualisiert am

Kanzlerin Angela Merkel und der stellvertretende CDU-Chef Jens Spahn im Bundestag. Bild: dpa

Aus der FDP kommen weiter Vorschläge, wie sich CDU und CSU aufstellen sollten. „Die Union muss Mut zu neuen Gesichtern haben“, sagt einer.

          Der stellvertretende FDP-Bundestagsfraktionschef Michael Theurer forderte einen personellen Neuanfang in der CDU. „Die Union muss Mut zu neuen Gesichtern haben: Jens Spahn statt Angela Merkel - das würde für uns als FDP passen“, sagte er der „Bild“-Zeitung.

          Unter Merkel komme derzeit für die FDP kein Regierungsbündnis infrage. Auch keine schwarz-gelbe Minderheitsregierung, sagte Theurer. „Merkel steht, bei allen Erfolgen und ihrem internationalen Ansehen, für die Schlachten von gestern.“ Mit Spahn sehe das deutlich anders aus. Eine Minderheitsregierung aus CDU/CSU und Grünen würde die FDP im Bundestag tolerieren.

          Auch der stellvertretende Parteichef der Liberalen, Wolfgang Kubicki, hatte die CDU zur personellen Erneuerung aufgefordert. Es gebe eine ganze Reihe CDU-Leute, die dafür stünden. Auch er nannte Jens Spahn, aber beispielsweise auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther. In den Funke-Zeitungen mutmaßte Kubicki zudem, Merkel nach dieser Legislaturperiode „nicht noch einmal antreten“ werde.

          Der FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff hat die Freidemokraten derweil aufgefordert, sich aus Personalfragen anderer Parteien herauszuhalten. „Personaldebatten in anderen Parteien sollten wir diesen ganz alleine überlassen. Da müssen wir aus der FDP heraus anderen keine Ratschläge erteilen“, sagte Lambsdorff der „Heilbronner Stimme“.

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