https://www.faz.net/-gqe-o0e9

FAZ.NET-Spezial : Die demographische Zeitbombe

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Den demographischen Wandel vergleichen Bevölkerungsforscher mit einer Zeitbombe. Die F.A.Z. hat auf Sonderseiten einen Aufriß über die komplexen Probleme gegeben, die vor allem den Alterssicherungssystemen entstehen - dazu ein FAZ.NET-Spezial.

          1 Min.

          An mahnenden Worten fehlt es nicht. Den demographischen Wandel in Deutschland vergleichen Bevölkerungsforscher mit einer Zeitbombe. "Wir leben vier Jahre länger als unsere Eltern, unsere Kinder vier Jahre länger als wir", sagt Axel Börsch-Supan, Direktor des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und demographischer Wandel. Dieser Alterungsprozeß sei einmalig. Verbunden mit einer äußerst niedrigen Geburtenrate, ergibt sich eine enorme Herausforderung für die Sozialsysteme, für die gesamte Infrastruktur und für die Wirtschaft.

          Allein steht Deutschland nicht, auch die Bevölkerung Italiens und Japans altert stark. Während die Vereinten Nationen für die Weltbevölkerung bis 2050 ein Wachstum von mehr als einem Viertel prognostizierten, erwarten sie für die erweiterte Europäische Union einen Bevölkerungsrückgang.

          Reformen der Dramatik noch nicht angemessen

          Die Warnungen dringen langsam ins Bewußtsein. Zwei Drittel der Bundesbürger sind sich des Alterungs- und Schrumpfungsprozesses bewußt, hat jüngst eine Umfrage für die Bertelsmann-Stiftung gezeigt. Die jüngsten Versuche zur Reform der sozialen Sicherung tragen den dramatischen Veränderungen noch nicht wirklich Rechnung.

          Die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat in den vergangenen Wochen auf Sonderseiten einen Aufriß über die Schwierigkeiten geben, die insbesondere den Alterssicherungssystemen durch den demographischen Wandel entstehen.

          Im Herbst will sich auch die Bundesregierung abermals der Reform der Alterssicherung zuwenden, die Rürup-Kommission hat schon Vorschläge unterbreitet. Für die Union arbeitet der frühere Bundespräsident Roman Herzog an Reformplänen. Diesmal könnte weit gesprungen werden. Tabus beim Nachdenken soll es nicht mehr geben. Geprüft wird alles - von der Grundrente über stärkere Kapitaldeckung bis hin zur Anhebung des Rentenalters oder einer Staffelung der Rente nach Kinderzahl.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fahrer von Volkmarsen : Tatverdächtiger war früher bereits straffällig

          In Volkmarsen ist ein Autofahrer in den Rosenmontagsumzug gefahren. Es gibt 30 Verletzte, darunter sieben Schwerverletzte. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts. Auch eine zweite Person wurde festgenommen.

          CDU-Nachfolge : Nach der Wahl ist vor dem Söder-Test

          Der CDU-Vorstand beschließt, dass am 25. April ein neuer Vorsitzender gewählt wird. Doch viele Fragen bei der Nachfolge sind noch unbeantwortet.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.