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FAZ.NET-Spezial : Deutscher Erfindergeist ungebrochen

  • Aktualisiert am

In deutschen Labors wird an der Zukunft getüftelt Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Die Zahl der Patentanmeldungen steigt, die Innovationskraft des Standorts Deutschland ist ungebrochen. Doch die Vermarktung von Erfindungen wird hierzulande oft verschlafen. Ein FAZ.NET-Spezial.

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          Über den Standort Deutschland wird viel geklagt - nicht immer zu Recht. Die Gewinne deutscher Unternehmen wachsen stärker als die der amerikanischen, beim Produktivitätszuwachs liege Deutschland gleichauf mit den Vereinigten Staaten, und in zahlreichen Zukunftstechnologien liege Deutschland international an der Spitze, darunter in der Bio- und der Nanotechnologie, erklärt die Initiative „Partner für Innovationen“, in denen sich zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen unter der Schirmherrschaft der Bundesregierung zusammengeschlossen haben.

          Auch der Erfindergeist sei ungebrochen, wie die Bilanz des Deutschen Patentamtes belege. Das Patentamt hat im vergangenen Jahr eine Zunahme der inländischen Patente um 1000 auf gut 48000 registriert. Mit 6000 Anmeldungen ist der Fahrzeugbau der innovativste Bereich hierzulande. Es folgen Maschinenbau und Elektrotechnik sowie die Medizin. Größte Einzelanmelder sind die Unternehmen Siemens und Bosch, die im vergangenen Jahr 3900 beziehungsweise 2300 Patente angemeldet haben.

          Wagniskapital für High-Tech

          Jungen Unternehmern fehlt es oft nicht an Ideen, wohl aber am Geld, um neue Produkte zu erfinden, zu testen und sie dann als Patent schützen zu lassen. Daher hat die Kooperation „Partner für Innovationen“ gemeinsam mit der KfW einen Wagniskapitalfonds für High-Tech-Gründungen aufgelegt, der in diesen Wochen erstmals Geld zur Verfügung stellt.

          Gemäß den industriellen Geldgebern BASF, Siemens und Deutsche Telekom sollen vor allem junge Unternehmen in den Bereichen Chemie, Informationstechnologie und Automationstechnik sowie Telekommunikation und Medien gefördert werden. Die Bundesländer haben in diesen Tagen beschlossen, ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 150 Millionen Euro im Jahr zu erhöhen.

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