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FAZ.NET-Spezial : Detroit: Die Autobranche fährt vor

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Bild: AP

In Detroit steht alles im Zeichen der weltgrößten Autoshow. Die Unternehmen nutzen den Anlass, um Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu schauen.

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          Die Autoshow in Detroit zu Jahresbeginn ist nicht nur eine Automobilmesse, auf der neue Modelle vorwiegend für den amerikanischen Markt zu betrachten sind. Traditionell nutzen die Autohersteller die Aufmerksamkeit des Publikums auch, um Bilanz des vorangegangenen Jahres zu ziehen und einen Ausblick in die Zukunft der Branche zu wagen.

          Doch von Jubelstimmung ist in diesem Jahr nicht allzu viel zu spüren. Vor allem der schwächelnde Absatz auf dem amerikanischen Markt macht den Managern zu schaffen. Im laufenden Jahr wird ein Rückgang der Verkaufszahlen von 17,2 Millionen Autos auf etwa 15 Millionen Stück befürchtet. Hauptleidtragender dürften die amerikanischen Autobauer sein, die mit Massenentlassungen auf den Nachfrageeinbruch reagieren.

          Deutsche Hersteller dürften hingegen mit gemischten Gefühlen nach Detroit reisen. Einerseits wird die Absatzschwäche nicht spurlos an ihnen vorbei gehen. Auf der anderen Seite haben sie es geschafft, trotz der bereits 2001 schwächelnden Konjunktur die Absatzzahlen zu steigern. So sind die Prognosen für das kommende Jahr auch von Selbstbewusstsein geprägt.

          Der VW-Magellan hat einen W8 Motor und Allradantrieb

          Vor allem BMW und Volkswagen, der Premium- und der Volumenhersteller, konnten mit ihren Verkaufszahlen zufrieden sein. Weniger gut sieht die Bilanz bei DaimlerChrysler aus. Die Stuttgarter müssen die hohen Sanierungskosten für die Chrysler Group, den Lkw-Hersteller Freightliner und für die Beteiligung an Mitsubishi Motors verkraften.

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