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Veraltete Technik : Das Fax ist längst nicht ausgestorben

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Noch längst nicht ausgestorben: das Faxgerät. Bild: Sonntag, Florian

Rückständige Deutsche: Jeder fünfte Erwerbstätige hierzulande nutzt noch immer ein Faxgerät für die berufliche Korrespondenz. Das Fax liegt in der Beliebtheit gleichauf mit Whatsapp-Nachrichten. Die Engländer sind da viel weiter.

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          Papier einlegen, Nummer wählen, einige Sekunden warten – und schon ist die Nachricht an den Kollegen unterwegs. In Zeiten von E-Mails, Messenger-Diensten und sozialen Netzwerken klingt diese knappe Bedienungsanleitung für den Versand eines Faxes zugegebenermaßen ziemlich angestaubt und umständlich. Ausgestorben ist die analoge Technik in den Büros hierzulande allem Anschein nach aber trotzdem nicht.

          So ergab jetzt eine Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Hotelkette Crowne Plaza, dass noch immer jeder fünfte Erwerbstätige in Deutschland im beruflichen Umfeld Dokumente per Fax verschickt. Damit liegt das Telefaksimile – so lautet der volle Name der vermeintlich ausrangierten Technik – gleichauf mit Messenger-Anwendungen wie Whatsapp.

          Ein deutsches Phänomen

          Für die Untersuchung befragten die Meinungsforscher im August dieses Jahres in Deutschland rund 1300 Erwerbstätige ab 18 Jahren.  Demnach kommen soziale Netzwerke im Austausch mit Kollegen und Kunden bei 16 Prozent der Arbeitenden zum Einsatz. An der Spitze der beliebtesten Kommunikationsformen liegt wenig überraschend das Telefonat (76 Prozent) dicht gefolgt von der E-Mail (70 Prozent). Die Hälfte der Befragten bevorzugt persönliche Gespräche, jeder Vierte schreibt zudem SMS.

          Die anhaltende Liebe zum Fax scheint allerdings eher ein deutsches Phänomen zu sein. So kommt dieselbe Umfrage in Großbritannien zu dem Ergebnis, dass dort lediglich noch acht Prozent diese Technik nutzen. Auf der Insel verschicken die Berufstätigen lieber SMS, nahezu jeder Zweite tippt seine Nachricht an den Kollegen ins Handy.

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