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So viel Müll : Die deutsche To-go-Unkultur

Es muss schnellst möglich eine Lösung für solche Abfalllawinen her. Bild: dpa

Der schnelle Kaffee vom Büdchen am Straßenrand und Fastfood zum Mitnehmen, gut verpackt in Styropor und Folie, gehören wohl zum hippen Lebensstil. Schade.

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          Der Kampf gegen die Müllflut ist in der Republik ein beliebtes Thema und die Forderung nach mehr Recycling und weniger Plastik in (fast) aller Munde. Wenn es allerdings um die eigene Bequemlichkeit und das eigene Konsumverhalten geht, endet bei vielen Deutschen das Umweltbewusstsein.

          Der schnelle Kaffee vom Büdchen am Straßenrand und Fastfood zum Mitnehmen, gut verpackt in Styropor und Folie, gehören wohl zum hippen Lebensstil.

          Welche Abfalllawinen zurückbleiben, zeigt eine aktuelle Untersuchung des Umweltbundesamtes: Allein die Coffee-to-go-Becher füllen jedes Jahr 8 Millionen Abfallkörbe in den Städten und Gemeinden, die den Konsumdreck entsorgen müssen. Es ist nur ein Beispiel, dass es beim Verpackungsrecycling hakt und klemmt. Auch in Industrie und Handel gibt es immer noch zahlreiche schwarze Schafe, die umweltschonende Wiederverwertung predigen mögen, aber den nötigen Abgaben entgehen wollen.

          Dass die neue Kontrollstelle jetzt endlich schärfer durchgreift, ist überfällig. Wer Recycling will, muss die finanzielle Produktverantwortung wirksam durchsetzen. Und das gilt auch für den unbedachten schnellen Wegwerf-Konsum. Es gibt keinen einsichtigen Grund dafür, dass die Plastiktüte an der Ladenkasse Geld kostet oder ganz verbannt wurde, aber die Müllberge aus der To-go-Unkultur von der Allgemeinheit bezahlt werden sollen.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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