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Fast neun Jahre nach Invasion : Letzte amerikanische Kampftruppen haben Irak verlassen

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Abmarsch: Die amerikanischen Soldaten verlassen den Irak Bild: dpa

2003 begann mit der amerikanisch-geführten Invasion zum Sturz von Diktator Saddam Hussein der Irakkrieg. Knapp neun Jahre später ist das Land von einem echten Frieden noch weit entfernt. Doch für Amerika ist der Krieg vorbei, die letzten letzten Truppen sind raus.

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          Fast neun Jahre nach Beginn des Irakkriegs haben die letzten amerikanischen Kampftruppen das Land verlassen. Auf Live-Bildern des amerikanischen Senders CNN war zu sehen, wie der letzte Truppenkonvoi am Sonntagmorgen die Grenze zum Nachbarland Kuwait überquerte. Schwere gepanzerte Fahrzeuge und Tieflader mit Panzern passierten die Grenzstation in der Wüste. Anschließend wurde das Grenztor geschlossen. Ein Armeesprecher bestätigte dem Sender, dass damit der Abzug der amerikanischen Truppen abgeschlossen sei. In den vergangenen Monaten hatte die Armee bereits 505 Stützpunkte geräumt.

          Laut CNN verließen mit dem letzten Konvoi aus 110 Fahrzeugen 500 Soldaten aus Ford Hood in Texas den Irak. Sie seien in der Nähe von Nassirija rund 300 Kilometer südlich von Bagdad stationiert gewesen. Zunächst würden die Soldaten im amerikanischen Feldlager Virginia in Kuwait untergebracht, bevor es mit dem Flugzeug in die Heimat gehe, hieß es.

          Der Irakkrieg hatte im März 2003 mit Luftschlägen auf Bagdad und andere Ziele begonnen, um den damaligen Machthaber Saddam Hussein zu stürzen. Später marschierten Truppen einer internationalen Koalition unter amerikanischer Führung in das Land ein und stürzten den irakischen Diktator Saddam Hussein. Nach Angaben der amerikanischen Regierung waren mehr als 1,5 Millionen amerikanische Soldaten im Irak im Einsatz. Etwa 4500 wurden getötet, mehr als 30.000 verletzt.

          Präsident Barack Obama hatte am vergangenen Mittwoch bereits einen symbolischen Schlussstrich unter den Irakkrieg gezogen und den Truppen für ihren Einsatz gedankt. In seiner Rede vor hunderten Soldaten auf dem Heeresstützpunkt Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina bezeichnete er das Kriegsende als „historischen Augenblick für unser Land und unser Militär“. Zwei Tage zuvor hatte er mit dem irakischen Regierungschef Nuri al-Maliki in Washington über das neue Verhältnis beider Länder nach Ende des Militäreinsatzes gesprochen. Dabei hatten beide den Beginn einer neuen Ära der Partnerschaft und Zusammenarbeit beschworen.

          Al-Maliki wertete den Abzug der amerikanischen Truppen als Zeichen des Erfolges - im Gegensatz zu dem, was manche andere sagten. Die gesteckten Ziele seien erreicht, ein „demokratischer Prozess“ etabliert worden.

          Die 900.000 Mitglieder der irakischen Armee sind ab sofort allein für die Sicherheit im Land zuständig. Sie stehen vor schweren Herausforderungen: Dazu zählen neben der anhaltenden Gefahr
          durch Aufständische das Wiedererstarken von Milizen sowie das Wiederaufflammen der Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten.

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