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Fast 6 Milliarden Euro : Rekordrücklage für den Ökostrom

  • -Aktualisiert am

Auf dem Ökostromkonto ist so viel Geld wie noch nie. Bild: dpa

Noch nie war so viel Geld auf dem Ökostromkonto. Das überrascht, weil die Umlage gerade reduziert wurde. In den nächsten Monaten dürfte die Rücklage weiter steigen.

          Die Ökostromförderung hat in den vergangenen zwanzig Jahren schon für viele Rekorde gesorgt. Im Februar kam ein neuer hinzu, ein Überschussrekord. Auf dem von den Stromnetzbetreibern geführten Konto, auf dem die Einzahlungen vor allem der Stromverbraucher und die Ausgaben an die Betreiber verbucht werden, war noch nie so viel Geld: 5,696 Milliarden Euro.

          Das waren 600 Millionen Euro mehr als im Januar und 800 Millionen Euro mehr als vor Jahresfrist. Die Reserve ist dreimal so hoch wie die 1,7 Milliarden Euro, die im Februar zur Förderung der Stromgewinnung aus Wind, Photovoltaik und Biomasse ausgezahlt wurden.

          In den kommenden beiden Monaten dürfte der Überschuss noch weiter steigen. Denn traditionell erreicht er seinen höchsten Stand im April. Im vergangenen Jahr betrug er in diesem Monat 5,64 Milliarden Euro, im April 2017 waren es 5,3 Milliarden Euro.

          Von Mai an fallen wegen der besseren Witterung die Zahlungen an die Betreiber von Photovoltaikanlagen immer höher aus als die Einnahmen. Letztere bestehen vor allem aus der an den Stromverbrauch gekoppelten Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und den Verkaufserlösen für den Ökostrom an der Börse.

          Der stark gewachsene Überschuss zum Jahresanfang überrascht, weil die Netzbetreiber die Umlage wegen der hohen Rücklage zum Januar schon von 6,79 auf 6,41 Cent je Kilowattstunde reduziert haben. Entsprechend geringer fielen die Einnahmen in den ersten beiden Monaten aus, verglichen mit dem Vorjahr fehlten jeweils rund 200 Millionen Euro.

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