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Sanierungsprogramm verpufft : Fast 5000 Brücken auf deutschen Fernstraßen sind marode

  • Aktualisiert am

Viele Brücken in Deutschland sind reparaturbedürftig. Bild: Wolfgang Eilmes

Jede achte Brücke im Fernstraßennetz fällt durch: „Nicht ausreichend“ oder „ungenügend“ findet sie das Bundesverkehrsministerium. Ein Sanierungsprogramm des Bundes hat wenig gebracht.

          Etwa 4700 Brücken im Bundesfernstraßennetz sind laut einem Medienbericht marode. Zwölf Prozent der 39.600 Bauwerke, für die der Bund zuständig ist, seien als „nicht ausreichend“ oder als „ungenügend“ bewertet worden, schrieb die „Augsburger Allgemeine“ am Samstag unter Berufung auf einen Bericht des Bundesverkehrsministeriums an den Bundestag. Dies seien lediglich drei Prozentpunkte weniger als 2005.

          Damals war nach aufgedeckten, massiven Mängeln ein groß angelegtes Sanierungsprogramm aufgelegt worden. Dieses ist demnach offensichtlich weitgehend verpufft. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) führt dem Bericht zufolge in einem Schreiben an den Verkehrsausschuss des Bundestages die Mängel auf eine wachsende Belastung der Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen zurück.

          Herkulesaufgabe

          „Bedingt durch die rasante Entwicklung des Verkehrsaufkommens in den vergangenen Jahrzehnten, insbesondere im Güterverkehr, sind viele ältere Brücken heute einem Mehrfachen dessen an Belastung ausgesetzt als bei Planung und Bau vorstellbar war“, zitierte die „Augsburger Allgemeine“ den CSU-Politiker. Es gehe deshalb nicht nur um deren Erhalt, sondern auch um eine Ertüchtigung für das Verkehrswachstum der Zukunft, so der Minister in seinem Schreiben.

          Der Grünen-Verkehrsexperte Oliver Krischer machte dagegen die Bundesregierung für den schlechten Zustand der Brücken verantwortlich. „Das wird seit Jahren verschleppt und hat sich damit zu einem Problemberg angehäuft“, sagte der Fraktionsvize der „Augsburger Allgemeinen“. Jetzt stehe der Bund daher vor einer „Herkulesaufgabe für die nächsten zehn Jahre“.

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