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Fahrzeuge : Gewinndelle bei MAN

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Die schwächere Konjunkturlage geht auch an MAN nicht spurlos vorbei. Das Sorgenkind ist die Fahrzeugsparte.

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          Probleme im Nutzfahrzeugbau und in der Hütten- und Walzwerkstechnik werden bei dem Münchener Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN in diesem Jahr zu einer „Ergebnisdelle“ führen. Der Gewinn vor Steuern könnte um bis zu zehn Prozent unter den 668 Millionen Euro liegen, die MAN im letzten vollen Geschäftsjahr 1999/2000 (zum 30. Juni) verdient hatte. Erst im kommenden Jahr werde MAN das Niveau des letzten Geschäftsjahres wieder erreichen, sagte Vorstandschef Rudolf Rupprecht.

          Die schwächere Konjunktur werde sich auch auf den Auftragseingang auswirken, der nur noch ein Plus von knapp sechs Prozent auf 16,5 Milliarden Euro verzeichnen werde. Auf der Basis des anhaltend hohen Auftragsbestands von zwölf Milliarden Euro Ende März werde der Umsatz in diesem Jahr um 13 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro wachsen. Bisher hatte MAN Umsatz und Auftragseingang 2001 jeweils um mehr als zehn Prozent höher gesehen als 1999/2000. Im Rumpfgeschäftsjahr 2000 war der MAN-Umsatz noch um 20 Prozent gewachsen, gleichzeitig gingen 17 Prozent mehr Aufträge ein. Bereits im ersten Quartal fielen die Wachstumsraten jedoch niedriger aus als in den Monaten Juli bis Dezember.

          Zwei Baustellen

          Zwei „Baustellen“ im Konzern machen Vorstandschef Rupprecht für 2001 vorsichtig: Der Modellwechsel bei der MAN Nutzfahrzeuge AG sei aufwendiger als erwartet, gleichzeitig sei eine Abkühlung des europäischen Marktes um fünf bis acht Prozent zu erwarten. In der Hütten- und Walzwerkstechnik, in der die Tochtergesellschaft SMS tätig ist, sei der Markt weiterhin schwach. Der Jahresüberschuss werde im laufenden Jahr auf Grund der niedrigeren Steuerquote aber weniger stark zurück gehen als das Vorsteuerergebnis, hieß es. An dem Ziel einer Umsatzrendite von fünf Prozent halte MAN fest, sagte Rupprecht.

          MAN hatte in der vergangenen Woche angekündigt, 1.200 Arbeitsplätze im Nfz-Bereich abzubauen. Als Grund wurde die zunehmende Absatzflaute in Westeuropa genannt. „Offenbar sind die Probleme in der Lkw-Sparte noch nicht gelöst“, meinte Pia-Christina Schulze, eine Analystin bei Merck Finck. „Das ist schlecht, wenn der Absatz zurückgeht und der Preisdruck zunimmt.“ Die Anleger sahen das zumindest am Donnerstag anders - da zählten die im Dax notierten MAN-Stammaktien zu den Tagesgewinnern.

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