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Fahrverbote : Tirol sperrt nun auch im Winter seine Straßen

Zu Urlaubszeiten oft gut ausgelastet: der Brenner. Bild: dpa

Deutsche Skitouristen müssen sich auf Verkehrsbeeinträchtigungen gefasst machen. Im Sommer hatten ähnliche Verbote zu einem heftigen Streit zwischen den Nachbarländern geführt.

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          Deutsche Wintersportler, die zum Jahresende Richtung Österreich und Italien aufbrechen, müssen sich auf Verkehrsbeschränkungen gefasst machen. Ähnlich wie im zurückliegenden Sommer plant das österreichische Bundesland Tirol Fahrverbote für Autos, die abseits der Autobahnen Schleichwege suchen.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel- und Südosteuropa und Türkei mit Sitz in Wien.

          Zwischen dem 21. Dezember und dem 12. April würden die Ausweichrouten an 17 Wochenenden für den Durchgangsverkehr gesperrt, sagte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) am Mittwoch in Wien. Damit will Tirol Stauumfahrungen und Mautvermeidungen auf den Autobahnen verhindern, die dazu führten, dass viele Täler und Dörfer auf den Alternativrouten vom Verkehr überfordert seien. „Die Belastungsgrenze für Mensch, Natur und Infrastruktur ist bei Weitem überzogen“, sagte Platter. 

          Außer an den Wochenenden sind die Sperrungen auch an den Weihnachtsfeiertagen, an Neujahr, Dreikönig und Ostermontag geplant. Die Umfahrungsverbote gelten auf Straßen in den Bezirken Kufstein, Reutte, Schwaz und Innsbruck-Land, und zwar an Samstagen von 7 bis 19 Uhr und an den Sonn- und Feiertagen zwischen 8 und 17 Uhr. Anwohner und Gäste, die auf den Routen Urlaub machen oder einkehren, sind von den Begrenzungen ausgenommen (Ziel- und Quellverkehr).

          Von Ende Juni bis Mitte September hatte es auf dem Weg zum Brenner schon einmal Fahrverbote gegeben. Tirol feierte sie als große Erfolge, doch gab es damals viel Kritik daran aus Deutschland und Italien.

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