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F.A.Z.-Woche exklusiv : Diskuswerfer Harting fordert Geld für Olympia-Teilnahme

  • Aktualisiert am

Olympiasieger und dreimaliger Weltmeister Robert Harting Bild: dpa

Eigentlich ist die olympische Bewegung im Amateursport verankert. Und deshalb gibt es traditionell kein Geld für die Athleten. Der deutsche Olympiasieger Harting stellt genau das nun infrage.

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          Der deutsche Diskus-Olympiasieger und dreimalige Weltmeister, Robert Harting, hat sich für eine Bezahlung aller Teilnehmer an den Olympischen Spielen durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) ausgesprochen. „Der Gedanke einer Startprämie für die Athleten ist grundsätzlich richtig“, sagte er in der an diesem Freitag erscheinenden Ausgabe der „Frankfurter Allgemeine Woche“.

          Die olympische Bewegung sei zwar im Amateursport verankert und ein Amateur kein Profi, weshalb er eigentlich kein Geld für seine Leistung erhalten sollte. „In Wahrheit aber macht diese angebliche Amateur-Bewegung irre Umsätze. Für mich wäre es deshalb konsequent, wenn jeder Olympiateilnehmer vom IOC auch einen Teilnahme-Bonus erhielte“, sagte Harting. Er zeigte sich überdies offen für gewerkschaftliche Aktivitäten unter den Athleten.

          Zeitplan & Termine für Olympia 2016 in Rio de Janeiro

          Bei den am Freitag nächster Woche in Rio de Janeiro startenden Sommerspielen werden in den verschiedenen Sportarten und Disziplinen 10.000 Athleten teilnehmen. Das IOC als Veranstalter, das derzeit in einer olympischen Periode von vier Jahren 5,5 Milliarden Dollar einnimmt, zahlt den Sportlern bisher keine direkten finanziellen Zuwendungen für ihren Start.

          Das IOC argumentiert, dass 90 Prozent seiner Erlöse an den Sport und seine vielen Organisationen weitergegeben würden. Dadurch profitierten die Athleten in großem Maße indirekt.

          Olympische Spiele : Diskuswerfer Harting will vorne mit dabei sein

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