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F.A.Z.-Elite-Panel : Deutschlands Führungskräfte lesen die F.A.Z.

  • -Aktualisiert am

Deutschlands Entscheidungsträger vertrauen der F.A.Z. Bild: Röth

Wie sich die echten Entscheider in Wirtschaft, Politik und Verwaltung informieren, zeigt das F.A.Z.-Elite-Panel: Sie verlassen sich auf die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

          Für die Führungskräfte des Landes ist die F.A.Z. so etwas wie der einsame Platzhirsch unter einer Vielzahl von Medien. So beschreibt Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach ein Ergebnis des jüngsten Elite-Panels, in der das Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 500 Spitzenkräfte aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zur Mediennutzung interviewte.

          Gefragt, welche Zeitungen oder Zeitschriften regelmäßig oder ziemlich oft gelesen werden, um sich über das aktuelle Geschehen zu informieren, nennen 63 Prozent die Frankfurter Allgemeine. Auf Rang zwei und drei folgen mit deutlichem Abstand der „Spiegel“ und das „Handelsblatt“ mit jeweils 43 Prozent.

          Bemerkenswert ist, dass die Entscheider aus der Wirtschaft, der Politik und der Verwaltung jeweils ähnlich intensiv die F.A.Z. lesen, während das „Handelsblatt“ von führenden Politikern weniger, dafür aber in der Wirtschaft mehr gelesen wird. Umgekehrt verhält es sich mit dem „Spiegel“.

          Kein Verzicht auf Regionalzeitung

          Als viertwichtigste Informationsquelle wollen die Spitzenkräfte nicht auf ihre regionale Tageszeitung (38 Prozent) verzichten, es folgen auf Rang fünf und sechs die „Süddeutsche Zeitung“ (31) und die „Welt“ (26), vor der „Wirtschaftswoche“, dem „Focus“, der „Zeit“ (12) und der „Bild“-Zeitung (9). Es fällt auf, dass die Süddeutsche Zeitung von vergleichsweise wenig Topleuten aus der Wirtschaft gelesen wird, dafür aber mehr in Politik und Verwaltung. Bemerkenswert ist auch, dass die „Bild“-Zeitung fast doppelt so viele Leser in der Verwaltung wie in der Wirtschaft hat.

          Gravierend sind auch die Unterschiede, wenn die Spitzenkräfte danach gefragt werden, welche Zeitungen oder Zeitschriften besonders gut über das politische Geschehen informieren, unabhängig davon, was man selbst liest. Zwei Drittel nennen die Frankfurter Allgemeine an erster Stelle. Hier liegen die Empfehlungen aus Wirtschaft und Politik etwas höher als die aus der Verwaltung.

          Auf dem zweiten und dritten Platz liegen die „Süddeutsche Zeitung“ und der „Spiegel“, die von 38 beziehungsweise 31 Prozent der Befragten genannt werden. Die „Süddeutsche Zeitung“ weist auch hier überproportional häufige Nennung in Verwaltung und Politik aus.

          Beste Wirtschaftsredaktion: F.A.Z.

          Für ein Fünftel der Befragten ist auch die „Welt“ eine gute Informationsquelle für das politische Geschehen, danach folgen mit 14 beziehungsweise 12 Prozent die „Zeit“ und das „Handelsblatt“. Dahinter liegen der „Focus“ und Regionalzeitungen, dann kommt die erste Quelle aus dem Ausland, die „Neue Zürcher Zeitung“, mit 3 Prozent.

          „Welche Zeitungen oder Zeitschriften sind besonders kompetent und interessant, wenn es um Wirtschaftsthemen geht?“, wurden die Spitzenkräfte auch gefragt. Hier nannten 57 Prozent zuerst die Wirtschaftszeitung „Handelsblatt“. Die F.A.Z. folgt mit 47 Prozent auf dem zweiten Rang, vor der „Wirtschaftswoche“ (16), der „Süddeutschen Zeitung“ (11) und der „Börsen-Zeitung“ (8).

          Bemerkenswert sind bei der Frage nach der Wirtschaft die Unterschiede zu einer anderen aktuellen Umfrage, die das Fachmagazin „Wirtschaftsjournalist“ gerade unter 136 Unternehmenssprechern durchgeführt hat. Hier wurde die F.A.Z. zum neunten Mal zur besten Wirtschaftsredaktion Deutschlands gewählt, vor der „Börsen-Zeitung“, der Agentur Thomson-Reuters, der britischen „Financial Times“ und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das „Handelsblatt“ kommt in der Umfrage unter den Sprechern auf Platz 13.

          Mehr Wirtschaft und Politik als Verwaltung

          Allensbach hat die 500 Führungskräfte auch gefragt, welche Zeitungen oder Zeitschriften besonders seriös sind. Hier führt die F.A.Z. das Feld wieder mit klarem Vorsprung an. Insgesamt halten 65 Prozent der Befragten diese Zeitung für besonders vertrauenswürdig, wobei die F.A.Z. von Spitzenleuten aus Wirtschaft und Politik häufiger als in der Verwaltung genannt wird.

          Die „Süddeutsche Zeitung“ bezeichnen 34 Prozent als besonders seriös, das „Handelsblatt 24“, die „Welt“ 16, den „Spiegel“ und die „Zeit“ jeweils 15 Prozent. Während die Verwaltung in dieser Frage das „Handelsblatt“ und die „Welt“ zurückhaltender bewerten, stufen Behördenleiter den „Spiegel“ als viel glaubwürdiger ein, als dies die Politiker tun.

          Die „Neue Zürcher Zeitung“ gilt unter 6 Prozent der Befragten als besonders seriös, es folgen Regionalzeitungen, „Focus“, „Wirtschaftswoche“, „Börsen-Zeitung“, „Economist“ und die „Financial Times“.

          Befragung der echten Entscheider

          Im Elite-Panel werden die tatsächlichen Entscheider befragt. Das ist der große Unterschied zu anderen Umfragen der Verlagsbranche wie etwa der „Leseranalyse Entscheidungsträger“ (LAE), in der potentiell Millionen als Entscheidungsträger gelten. In der LAE gilt als Führungskraft, wer nur begrenzt verantwortliche Tätigkeiten ausübt oder beispielsweise nur einen Mitarbeiter führt.

          Ganz anders sieht das im F.A.Z.-Elite-Panel in Zusammenarbeit mit „Capital“ und Allensbach aus. In dieser exklusivsten Umfrage Europas werden telefonisch die echten Führungsspitzen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen befragt.

          Capital, F.A.Z. und Allensbach

          Konkret wurden in diesem Jahr aus der Wirtschaft 128 Geschäftsführer, 65 Unternehmer, 128 Vorstandsvorsitzende oder Vorstände und 15 Direktoren aus großen und mittelgroßen Konzernen interviewt, aus der Politik 20 Ministerpräsidenten und Minister (Bund und Länder), elf Parlamentspräsidenten, neun Staatssekretäre und 51 Fraktions- und Parteispitzen sowie elf Vorsitzende von Parlamentsausschüssen.

          Aus der Verwaltung kamen noch 28 Leiter von Bundes- und Landesbehörden sowie 20 Abteilungsleiter in Ministerien dazu. Seit 1987 führt das Wirtschaftsmagazin „Capital“ diese repräsentative Umfrage gemeinsam mit Allensbach durch, in diesem Jahr hat sich erstmals diese Zeitung daran beteiligt.

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